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Montag, 17.11.2014

Film ab fürs Filmschoolfest

Am Sonntag wurde das 34. Internationale Festival der Filmhochschulen München feierlich eröffnet / Ab heute präsentieren junge Regisseure aus 22 Ländern ihre besten Filme im Filmmuseum

Mit drei Kurzfilmen aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Belgien startete am Sonntag (16. November) in München das 34. Internationale Festival der Filmhochschulen. Bei der Eröffnungsgala in der Hochschule für Fernsehen und Film in München begrüßte Münchens Bürgermeister Josef Schmid die jungen Regisseure und mehr als 300 geladene Gäste aus der Filmbranche: "Uns erwartet in den kommenden Tagen nichts weniger als ein Ausblick auf das Kino der Zukunft, auf die Regie-Stars von morgen. München ist sehr stolz darauf, Gastgeber dieses wichtigen und traditionsreichen Nachwuchstreffens zu sein", sagte Josef Schmid bei der Eröffnung.

Gezeigt wurden an diesem Abend drei ganz unterschiedliche Filme aus dem Festivalprogramm. In dem Dokumentarfilm "Two at the Border" ("Nacht Grenze Morgen") portraitieren die beiden Münchner Studenten Tuna Kaptan und Felicitas Sonvilla zwei junge Männer, die versuchen sich als Schleuser in der Transitstadt Edirne an der türkisch-griechischen Grenze durchzuschlagen. Ali und Nasar, selbst aus Syrien bzw. Palästina geflohen, bringen nun andere in die EU und gehen dabei ein hohes Risiko ein.

Wo "Two at the Border" auf das aktuelle Weltgeschehen blickt, geht das Drama "Untitled Blues" der britischen Regisseurin B Welby-Delimere zurück in das Jahr 1937: Der zum Tode verurteilte Bluesmusiker Sam bekommt im Gefängnis Besuch von dem Musikproduzenten Bill, der seine Musik aufnehmen möchte. Sam sieht eine Möglichkeit, durch seine Musik weiterzuleben.

Dass Einfallsreichtum belohnt wird, zeigt Sophie-Clémentine Dubois aus Brüssel in ihrer schwarzen Komödie "The Dandelion" ("Le Pissenlit"). Darin lassen ein Restaurantbesitzer und seine Angestellten nichts unversucht, um die drohende Schließung ihres Lokals zu verhindern. Doch dabei läuft einiges schief. Letzter Ausweg: Die Kellnerin Constance soll den Bankangestellten verführen.

Insgesamt sind ab Montag, 17. November, im Filmmuseum München 46 Kurzfilme aus 22 Ländern in zehn moderierten Programmblöcken zu sehen. Deutschland ist mit acht Filmen vertreten, die in Filmschulen in Berlin, Potsdam, Köln, Ludwigsburg, Nürnberg und München entstanden sind.

"Das Festival bietet einen Einblick in das aktuelle Filmschaffen weltweit. Die jungen Filmemacher liefern in professionellen Produktionen sehr differenzierte und ungewöhnliche Perspektiven auf unsere Gesellschaft", so Festivalleiterin Diana Iljine. "Besonders freue ich mich, dass die meisten Filmemacher persönlich nach München kommen, u.a. aus Montenegro, China, Australien und sogar aus Osttimor. Erst sie machen das Festival zu einem Fest."

Zusätzlich zum offiziellen Wettbewerb prämiert Hofbräu München den besten Bierwerbespot und die Stiftung Nagelschneider den besten Clip zum Thema Klimawandel und erneuerbare Energien. Das komplette Festivalprogramm und weitere Informationen unter filmschoolfest-munich.de. Am Samstag, 22. November, werden die Preise im Wert von über 45.000 Euro vergeben.