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Dienstag, 06.11.2012

Junge Regisseure am Puls der Zeit

Beim 32. INTERNATIONALEN FESTIVAL DER FILMHOCHSCHULEN MÜNCHEN präsentieren sich Nachwuchsfilmer aus 22 Ländern spannend und brandaktuell

Der Auslandseinsatz deutscher Soldaten am Hindukusch, die Wirtschaftskrise in den USA, Doping im Radsport und Amokläufe an Schulen - Themen, die nicht nur die Welt bewegen, sondern auch den internationalen Filmnachwuchs, der sich von 11. bis 17. November zum 32. INTERNATIONALEN FESTIVAL DER FILMHOCHSCHULEN in München trifft.

"Die kommende Generation von Filmemachern hat wirklich etwas zu sagen," so Festival-Veranstalterin Diana Iljine bei der Vorstellung des Programms in München. 50 der besten Kurzfilme von Studierenden namhafter Filmschulen aus der ganzen Welt wurden für den internationalen Wettbewerb des Festivals ausgewählt. Sie konkurrieren um Preise im Wert von mehr als 45.000 Euro.

"Es macht wirklich Spaß zu sehen, wie die jungen Regisseure vor dem Hintergrund aktueller Probleme sehr spannende Geschichten auf die Leinwand bringen", sagt Diana Iljine. "Sie stellen starke Menschen und ihre Schicksale in den Mittelpunkt und nähern sich von ganz unterschiedlichen Seiten der Frage, was im Leben wirklich wichtig ist."

Um Liebe und Zusammenhalt geht es etwa in dem Festivalbeitrag "Shoot The Moon" aus den USA. Die Wirtschaftskrise bringt eine Kleinfamilie nahe an den Abgrund. Die alleinerziehende Mutter, die nach dem Job auch das Haus zu verlieren droht, flüchtet sich in die Scheinwelt einer Game-Show im Fernsehen. Ihre Tochter Alice ist noch ein Teenager, muss aber die Familie zusammen halten.

Der chinesische Kurzfilm "The Home Gleaners" beschäftigt sich mit Menschen, die das asiatische Wirtschaftswunder links liegen gelassen hat. Er zeigt aber auch, wie aus der zufälligen Zweckgemeinschaft eines Kleinganoven und eines Jungen richtige Freundschaft entsteht. Und in "The Letter" aus Belgien steht ein junger russischer Radprofi vor der Entscheidung, wie viel er für sportliche Erfolge zu opfern bereit ist.

Auch in den Filmen des deutschen Filmnachwuchses sind aktuelle Themen präsent. "Stillstand", ein Film des Hamburger Filmstudenten Benjamin Teske, spielt in der Notaufnahme eines Krankenhauses nach einem Amoklauf an einer Schule. In "Cowboy und Indianer" setzt sich Jungregisseur Jan-Gerrit Seyler mit den Folgen des deutschen Militäreinsatzes in Afghanistan auseinander, die viele Menschen gerne verdrängen.

Einige der Filme auf dem Festival zeigen, dass man ernsthaften Themen auch sehr humorvolle Seiten abgewinnen kann. In dem rumänischen Dokumentarfilm "Stremt 89" erzählen die Bewohner eines kleinen Dorfes mit viel Selbstironie von "ihrer" anti-kommunistischen Revolution 1989, bei der zwar kein Blut floss, aber einiges an Alkohol. In "Reza Hassani goes to the Mall" nähert sich Regisseurin Sara Zandieh dem Thema Integration von einer ungewohnten Seite. Mit subtilem Witz zeigt sie die Bemühungen eines iranischstämmigen Einwanderers, seinen kleinen Sohn für den "American Way of Shopping" zu begeistern.

Eröffnet wird das 32. INTERNATIONALE FESTIVAL DER FILMHOCHSCHULEN am 11. November mit einer feierlichen Gala in der Hochschule für Fernsehen und Film München. Anschließend sind die Festivalfilme ab dem 12. November im Filmmuseum München zu sehen.