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Freitag, 19.10.2012

Die 50 besten Nachwuchsfilme des Jahres

Filmauswahl für das 32. INTERNATIONALE FESTIVAL DER FILMHOCHSCHULEN (11.-17. November 2012) steht fest

Wie bringen australische Straßenarbeiter ihren Chef standesgemäß unter die Erde? Wie schafft man es, dass der gutmütige Nachbar die Oma killt? Und was macht ein Russe, um endlich Vater eines Sohnes zu werden? Drei von 50 Geschichten, die es als Kurzfilme in die Auswahl des INTERNATIONALEN FESTIVALS DER FILMHOCHSCHULEN MÜNCHEN geschafft haben.

Ihre Macher, junge Regisseurinnen und Regisseure von 38 Filmschulen aus der ganzen Welt, zeigen die besten Nachwuchsfilme des Jahres vom 11. bis 17. November im Filmmuseum München. Ausgewählt wurden 36 Spielfilme, zehn Dokumentarfilme und vier Animationsfilme.

"Wer sagt, dass die Filmkultur am Sterben ist, sollte sich dieses Programm ansehen. Die junge Generation Filmschaffender zeigt deutlich, dass wir uns auf die nächsten Jahrzehnte Kinematografie freuen dürfen", sagt Beatrice Behn, Filmkritikerin und Leiterin des International Comedy Film Festivals Berlin. Sie bildete gemeinsam mit der Festivalkuratorin Wiktoria Pelzer vom Crossing Europe Film Festival Linz und dem Filmexperten Theo Tsappos vom Swedish Film Institute in Stockholm die Auswahl-Jury des diesjährigen Festivals.

"Auffällig ist, dass vielen der jungen Filmemacher auf allen Kontinenten ähnliche Themen am Herzen liegen", sagt Beatrice Behn. "Es geht viel um persönliche Beziehungen, um Familie, Freunde, Nachbarn und Kollegen. Und dort herrscht nicht immer nur eitel Sonnenschein. Auch Tod, Trauer und Traumata spielen eine Rolle."

72 Filmschulen aus der ganzen Welt hatten 229 Filme eingereicht, um in München am internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Ausgewählt wurden neben Filmen aus Nord- und Südamerika, Asien und Australien auch die besten Nachwuchsfilme aus elf europäischen Ländern. Deutschland ist mit insgesamt neun Filmen von sechs Filmschulen vertreten. Sie stehen im Wettbewerb um Auszeichnungen in acht Kategorien. Preise im Gesamtwert von mehr als 45.000 Euro gibt es u.a. für den besten Film, den besten Dokumentarfilm, das beste Drehbuch, die beste Kamera und die beste Produktion.

Die meisten der jungen Regisseure kommen nach München, um ihre Filme vorzustellen. Sie treten damit in die Fußstapfen bekannter Filmemacher, die in München ihre ersten Werke gezeigt haben. Dazu gehören Lars von Trier ("Breaking the Waves", "Melancholia"), David Yates ("Harry Potter"), Nick Park ("Wallace & Gromit") ebenso wie die späteren Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen"), Caroline Link ("Nirgendwo in Afrika"), Florian Gallenberger ("Quiero Ser") und Susanne Bier ("In einer besseren Welt").