Pressemitteilungen

Samstag, 19.11.2011

Französischer Film siegt beim Nachwuchsfestival

"Les Trous Noirs" von Lilian Corbeille gewinnt den Hauptpreis / Insgesamt wurden zehn junge Filmemacher ausgezeichnet

Der 27-jährige Regisseur Lilian Corbeille aus Paris ist der Gewinner des 31. INTERNATIONALEN FESTIVALS DER FILMHOCHSCHULEN MÜNCHEN. Sein Spielfilm "Les Trous Noirs" (zu deutsch: "Die Schwarzen Löcher") wurde am Samstagabend (19. November) als bester Film mit dem VFF Young Talent Award ausgezeichnet. Der von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF) gestiftete Hauptpreis des Festivals ist mit 7.500 Euro dotiert.

Lilian Corbeille studiert an der renommierten Filmschule "La Fémis" in Paris. Sein preisgekrönter Film handelt von einem zornigen jungen Mann, der gemeinsam mit seiner Freundin im Auto der Eltern eine nächtliche Spritztour über die Landstraßen unternimmt. "Ein wuchtiges Drama über das Erwachsenwerden", so die Jury unter dem Vorsitz des deutschen Schauspielers und Regisseurs Sebastian Schipper ("Absolute Giganten").

Insgesamt wurden zum Abschluss des Festivals des internationalen Filmnachwuchses neun Auszeichnungen im Wert von mehr als 41.000 Euro vergeben. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an Anne Maschlanka und Viktoria Gurtovaj von der Filmschule in Köln. In ihrem Film "Der Mond ist ein schöner Ort" schildert ein kleines Mädchen seinen Alltag in Albanien.

Über zwei Auszeichnungen kann sich die Filmschule in Jerusalem freuen. Die Filmemacherin Oshrat Meirovitch wurde für ihr Drama "Sister of Mine" mit dem Spezialpreis des Jury-Präsidenten geehrt. Ihr Studienkollege Golan Rise erhielt für seinen Spielfilm "Barriers" über die Nöte eines jungen Soldaten an einem israelisch-palästinensischen Checkpoint den "Prix Interculturel" für Verdienste um den interkulturellen Dialog. Ausgezeichnet wurden auch Filme aus Polen (Bestes Drehbuch), Italien (Beste Kamera) und Großbritannien (ARTE-Kurzfilmpreis). Der Preis für die beste Produktion eines deutschen Films (Panther-Preis) ging an die Hochschule für Fernsehen und Film München, ebenso wie der Preis im Sonderwettbewerb "Climate Clips" für den besten Filmclip zum Thema Klimawandel und erneuerbare Energien.

Eine Woche lang waren auf dem Festival insgesamt 61 Filme aus 26 Ländern zu sehen. "Es war ein Fest der Entdeckungen mit vielen außergewöhnlich guten Filmen", sagt Festivalveranstalterin Diana Iljine. "Um die Zukunft des Films muss man sich bei diesen Talenten keine Sorgen machen." Die neuesten Werke des internationalen Filmnachwuchses stießen beim Publikum auf großes Interesse. "Viele der Vorstellungen waren komplett ausverkauft", sagt Diana Iljine. "Selbst am frühen Nachmittag blieb selten ein Kinosessel leer."