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Meet the Filmmakers: TOPLESS, DISCO DICTATOR und CHERISH

Redaktion
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Ein Interview mit den Regisseur:innen Hannah Jandl, Dániel Kőváry und Fleur Bax

Meet the Filmmakers: TOPLESS, DISCO DICTATOR und CHERISH

Beschreibe Deinen Film in nur einem Satz.

Hannah Jandl: Welche Art von Mensch trägt welche Art Schuhe und welche Art von Schuhen tragen welche Art Menschen? – Darum geht es in TOPLESS.

Dániel Kőváry: DISCO DICTATOR ist die Geschichte eines Vater-Sohn-Konflikts, reich an Farbe und mit guter Musik.

Fleur Bax: KOESTER (CHERISH) ist ein poetischer Kurzfilm über drei Frauen, die mit verschiedenen Formen des Verlusts umgehen müssen.

 

Wenn Dein Film ein Tier wäre, welches Tier wäre er?

Hannah Jandl: Tausendfüßler.

Dániel Kőváry: Vielleicht eine Katze.

Fleur Bax: Er wäre eine Qualle – Im Wasser treibend wie ein Astronaut im Weltall und einfach den Weg akzeptierend, den der Ozean vorgibt; mäandernd wie der Rhythmus meines Films.

 

Was war die beste/lustigste/schlimmste Sache die während des Filmdrehs passiert ist?

Hannah Jandl: Der ganze Film entstand spontan. Eigentlich wollte ich eine Geschichte über eine Wahrsagerin drehen, die dann ironischerweise (als Wahrsagerin hätte sie es ja eigentlich früher wissen müssen), einen Tag vorher absagte. Aber ich musste den Drehtag in Anspruch nehmen, und deshalb innerhalb eines halben Tages eine neue Idee finden – und so entstand TOPLESS (Übrigens: Der Titel war eigentlich auch für den Film über die Wahrsagerin gedacht, aber er passt auch hierfür sehr gut).

Dániel Kőváry: Das Beste war, dass ich die Chance hatte, mit so vielen talentierten, netten und hart arbeitenden Menschen zu drehen, mit denen ich seitdem auch an weiteren Projekten gearbeitet habe. Das Schlimmste war vielleicht, dass ich den Film selbst schneiden musste, denn es war schwer, das zu inspizieren, woran ich schon lange gearbeitet hatte.

Fleur Bax: Das Beste war, die Astronauten-Szenen in einem alten Auto zu drehen. Eine Woche vor Drehbeginn hatten wir immer noch keine gute Location gefunden, aber dank meiner Schwester und der großartigen Arbeit von VFX-Künstler:innen konnten wir den „Vibe“ einer Raumstation in einem Auto rekreieren. Das schlimmste Erlebnis hatten wir mit eben diesem Auto, da wir einen kleinen Unfall damit hatten. Zum Glück wurde niemand verletzt, nur der Zeitplan wurde etwas durcheinandergewirbelt.

Was ist dein Lieblingsfilmzitat?

Dániel Kőváry: “I’m not even supposed to be here today!” („Ich sollte heute nicht einmal hier sein!“) – CLERKS (1994).

Fleur Bax: “I am just a girl, standing in front of a boy, asking him to love her.” (“Vergiss nicht, ich bin auch nur ein Mädchen, das vor einem Jungen steht und ihn bittet, es zu lieben.”) – Julia Roberts in NOTTING HILL (1999), mein absoluter Lieblings-„Feel Good“-Film.

 

Mit welchem/r Filmemacher:in würdest Du gerne mal ein Bier trinken gehen?

Hannah Jandl: Agnes Varda, Werner Herzog, ...

Dániel Kőváry: Alex Garland.

Fleur Bax: Paweł Pawlikowski. Ich liebe COLD WAR (2018) und IDA (2013) und es wäre sehr interessant, mit ihm zu sprechen. Aber eigentlich kann ich mich gar nicht richtig entscheiden. Es wäre auch großartig Pedro Almodóvar zu treffen, oder Shannon Murphy, oder Tilda Swinton, die eigentlich keine Filmemacherin ist, mich aber in jedem Film aufs Neue fasziniert.

 

Was war der erste Film, den Du im Kino gesehen hast?

Hannah Jandl: Jedes Jahr an Heiligabend, während mein Stiefvater und meine Mutter den Weihnachtsbaum schmückten und die Geschenke bereitlegten, ging mein Vater mit mir und meiner Schwester ins Kino. Ich weiß gar nicht, welcher Film damals der erste war, aber ich erinnere mich an einen mit Pippi Langstrumpf.

Dániel Kőváry: Das war FINDET NEMO (2003). Ich erinnere mich kaum, ich war gerade erst vier oder fünf.

Fleur Bax: Mein erster Film im Kino war ein niederländischer für Kinder. Darin ging es um eine Gruppe von Rangern in Afrika. Er war nicht spektakulär, aber cool auf der großen Leinwand. Ich habe außerdem frühe Erinnerungen daran, James Bond Filme mit meinem Vater gesehen zu haben.

Was ist Dein Lieblingspartysong?

Hannah Jandl: “Far l’Amore” von Bob Sinclar & Raffaella Carrà (Ich kenne das Lied aus dem Film LA GRANDE BELLEZZA (2013)).

Dániel Kőváry:  „Rollin’ & Skratchin“ von Daft Punk.

Fleur Bax: “Facing the Sun” von Fritz Kalkbrenner.

 

Wenn du kein/e Filmemacher:in wärst, wärst Du…?

Hannah Jandl: Es gibt viele Jobs, die ich gerne ausprobieren würde: Modedesignerin, Grafikdesignerin, Fotografin, Clown, …

Dániel Kőváry: Wahrscheinlich Musiker.

Fleur Bax: Journalistin oder Astronomin. Ich liebe alles, was mit dem Weltall zu tun hat und wünschte, ich wäre gerne schlau genug, um alles in unserem Universum zu verstehen. Vielleicht wäre ich sonst auch Fotografin, Schauspielerin, Malerin, Lehrerin,… Mir würde vieles gefallen.

 

Wird dies Dein erster Besuch in München sein? Welche Erwartungen hast Du?

Hannah Jandl: Ich studiere und lebe in München. Ich freue mich darauf, dass Leute meinen Film sehen werden, ich andere Regisseur:innen aus der ganzen Welt kennenlernen, ihre Filme sehen und mich davon inspirieren lassen kann.

Dániel Kőváry: Bei mir wird es das erste Mal und ich freue mich riesig – vor allem darauf, neue Filme aus anderen Ländern zu sehen und die Filmemacher:innen kennenzulernen.

Fleur Bax: Ich war auch noch nie in München. Ich erwarte eine Woche voller Inspiration, neue Kontakte und gute Filme von anderen Student:innen.

Hannah Jandl: TOPLESS - Programm 2

Dániel Kőváry: DISCO DICTATOR - Programm 3

Fleur Bax: CHERISH - Programm 10

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