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Dienstag, 05.11.2019

Meet the Filmmakers: SHE-PACK

Interview mit Regisseurin Fanny Ovesen

Meet the Filmmakers: SHE-PACK

Regisseurin Fanny Ovesen

 

Was wäre der Teasertext für deinen Film SHE-PACK?

In einem öffentlichen Schwimmbad bricht Anarchie aus, als eine Gruppe kleiner Mädchen ihre Grenzen austestet.

Woher stammt die Inspiration für deinen Film?

Die Idee entstand, als ich und meine Crew über unsere Erfahrungen mit unserer Erziehung als Mädchen und unsere Erinnerungen an das Ausreizen unserer Grenzen diskutierten. Wir waren gespannt, wie ein Publikum auf kleine Mädchen reagieren würde, die sich zur Abwechslung mal nicht unschuldig verhalten - sondern Raum einnehmen und unmoralisch handeln.


Mit welchen drei Personen aus Film und Fernsehen würdest du gerne einen Abend verbringen? Warum? Und was unternehmt ihr?

Ich würde gerne viel Wein mit Andrea Arnold in einer Bar in Südeuropa trinken (weil Südeuropa schön ist, und weil ich Andreas menschlichen Blick auf Charaktere und ihren poetischen Sinn für Authentizität bewundere und ich alles über ihre Arbeit hören möchte). Ich würde gerne Regisseurin, Schauspielcoach und Master Mind Judith Weston während eines ihrer Workshops beobachten, oder (obwohl es mich nervös macht) sie mich beobachten lassen, wie ich eine Szene mit zwei Schauspielern inszeniere und sie mir sofortiges Feedback gibt. Und schließlich würde ich gerne Nadine Labaki zum Abendessen einladen, denn CAPERNAUM ist einer der eindrucksvollsten Filme, die ich je gesehen habe, und ich finde ihre Hingabe an einen authentischen, fast dokumentarischen Ansatz unglaublich inspirierend.

Was ist dein liebstes Filmzitat?

"Fitte!" aus meinem eigenen Film.


Für welchen Film würdest du gerne die Fortsetzung drehen?

Es wäre ziemlich cool, mal etwas ganz anderes zu machen als das, was ich normalerweise tue - und mich an eine Fortsetzung der feministischen, iranischen Spaghetti-Western-Vampir-New-Wave-Story A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT zu wagen. Das ist einer der kühnsten und bewegendsten Filme, die ich je gesehen habe.

Was ist dein Lieblingsfilm – offiziell und heimlich?

Offiziell: nur einen auszuwählen, wäre grausam all meinen anderen, gleichwertigen Favoriten gegenüber. Aber eine meiner jüngsten Entdeckungen ist BORDER von Ali Abbasi - der hat mich völlig umgehauen.

Heimlich: MULAN, ohne Zweifel. Ich hab den Film neulich geschaut und die ganze Zeit geweint.

Was war bisher dein liebstes Filmfestivalerlebnis?

Ich hatte so einen Spaß auf dem Aspen Shortsfest. Es war ein sehr intimes Festival - alle Filmemacher sahen sich die Filme der anderen an, die Programmierer hingen jeden Abend mit uns rum, und es war unglaublich, Aspen und die Umgebung in Colorado zu erleben. Ich stehe immer noch in Kontakt mit einigen der inspirierenden Filmemacher, die ich dort kennengelernt habe.

Stichwort „München“. Was fällt dir als erstes ein?

Die Nähe zu den Alpen und Skifahren. Ich liebe diesen Sport und die einzigen Male, die ich München besucht habe, waren (bisher) beim Umsteigen auf dem Weg in die schönen Berge.

 

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