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Freitag, 08.11.2019

Meet the Filmmakers: ALL THAT'S LEFT

Interview mit Regisseur Hugo Salvaire

Meet the Filmmakers: ALL THAT'S LEFT

Regisseur Hugo Salvaire

 

Was wäre der Teasertext für deinen Film ALL THAT'S LEFT?

Henri kehrt nach langer Abwesenheit zu seiner Familie zurück, um seine Mutter zu besuchen, die in eine Psychiatrie eingeliefert wurde. Trotz seiner Ängste, die unbewusst von seiner Mutter übertragen werden, beschließt Henri, sie aus dem Krankenhaus zu holen und sich um sie zu kümmern...

Woher stammt die Inspiration für deinen Film?

Ich war inspiriert von meinen eigenen Teenagerjahren und der Beziehung, die ich zu meiner Mutter und zu meiner Schwester hatte. Und ich versuche, die unmerkliche Übermittlung von Liebe durch Ängste zu beschreiben und zu zeigen. Ich fragte mich - und jetzt die Zuschauer: "Können wir jemanden retten?" und auch: "Können wir jemanden retten, der nicht gerettet werden will?" Ich habe auch versucht, kein völlig düsteres Drama zu machen. Auch wenn der Film zu großen Teilen recht hart ist, tendiert er doch in eine positive Richtung. Es gibt Hoffnung für die beiden Charaktere. Ich bin ein Optimist. Was auch immer passiert.


Mit welchen drei Personen aus Film und Fernsehen würdest du gerne einen Abend verbringen? Warum? Und was unternehmt ihr?

Ich möchte viele Regisseure treffen, die mich sehr inspiriert und nicht nur meine Arbeit, sondern auch mich als Person, beeinflusst haben. Ich würde sagen: Fatih Akin, Wong Kar Waii, John Woo, Steven Soderbegh, Mathieu Kassovitz und viele andere.....

Was ist dein liebstes Filmzitat?

Ein Zitat aus dem Film HASS directed by Mathieu Kassovitz: "This is the story of a man who falls from a fifty-storey building. The guy, as he falls, he repeats himself constantly to reassure: "so far so good…so far so good…so far so good". But the important thing is not the fall, it's the landing."


Für welchen Film würdest du gerne die Fortsetzung drehen?

Ich möchte eine STIRB LANGSAM-Fortsetzung drehen, aber eine europäische Version mit einer europäischen Crew und europäischem Cast. Actionfilme ohne Spezialeffekte - oder nur handwerklichen Effekten - und ein besonderes Augenmerk auf das Drehbuch, das ist mein Traum. Ich würde auch gerne eine Fortsetzung für den Film LOLA RENNT machen. Dieser Film ist erstaunlich. Als ich ihn sah, wusste ich, dass ich solche Filme machen wollte.

Was ist dein Lieblingsfilm – offiziell und heimlich?

Offiziell: IST DAS LEBEN NICHT SCHÖN? von Frank Capra - oder irgendein Film von Capra. Wegen der Dankbarkeit, Freundlichkeit und Großzügigkeit, die der Film vermittelt. Diese Art von Filmen gibt es heute nicht mehr.

Heimlich: SPEED von Jan de Bont. Oder irgendein anderer Actionfilm aus den 90er Jahren.

Was war bisher dein liebstes Filmfestivalerlebnis?

Meine erste Festivalerfahrung war das Festival de Cannes. Ich war jedes Jahr mit meinen Eltern dort, als ich ein Kind war. Ich sah Jamel Debouze und Lambert Wilson auf der Straße, große Filmposter an den Wänden, viele Filme... Alles begann für mich dort.

Stichwort „München“. Was fällt dir als erstes ein?

Seltsamerweise ist München für mich direkt mit Surfen verbunden. Es gibt im Zentrum der Stadt eine künstliche Welle, auf der man surfen kann. Ich war vor zehn Jahren dort und jetzt denke ich jedes Mal, wenn mir jemand von München erzählt, sofort ans Surfen. Frag mich nicht, warum.

 

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