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Dienstag, 13.11.2018

Meet the Filmmakers: SONS OF NO ONE

Interview mit Regisseur Hans Vannetelbosch

Meet the Filmmakers: SONS OF NO ONE

Regisseur Hans Vannetelbosch

 

Beschreibe deinen Film SONS OF NO ONE in einem Satz.

Ein Erzieher in einer Jugendhaftanstalt versucht, sich gegen den Missbrauch durch einen der Wachen zu wehren.

Was war der erste Film, der dich tief beeindruckt hat?

Eine schwierige Frage, weil mich im Laufe meines Lebens so viele Filme auf die eine oder andere Weise beeindruckt haben. Aber der eine Film, den ich immer wieder als "Lieblingsfilm" nenne, ist "Apocalypse Now" (der Originalschnitt). Der Aufbau der großartigen Figur Colonel Kurtz, der sich verstärkende Wahnsinn des Krieges und natürlich dieser Höhepunkt am Ende zwischen diesen beiden großartigen Schauspielern! Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte das sofort nachholen!

Eine neue TV Serie über das Filmstudium braucht einen Titel – welchen würdest du wählen?

"Vergiss es!" Für mich war das Filmstudium eine gute Möglichkeit, meine Karriere zu starten, und ich rate jedem, der Filmemacher werden will, an die Filmschule zu gehen, auch wenn man es nur als Plattform nutzt. Tatsache ist, dass diese Schulen oft versuchen, dir die Regeln des Kinos beizubringen, und obwohl sie großartig als Basis sind, halte ich es für wichtig, dass man sie vergisst, sobald man sie gelernt hat - und sein eigenes Ding macht.

Szene aus SONS OF NO ONE


Mit welche/r/m SchauspielerIn würdest du gerne drehen und warum?

Robert Pattinson. Es ist nicht immer einfach für einen Schauspieler, ein Branding loszuwerden, das einem als Star eines der größten Tween-Filme dieses Jahrhunderts anhaftet. Aber Robert Pattinson (und Kristen Stewart übrigens auch) hat es geschafft, indem er so interessante und zutiefst menschliche Charaktere wie in "The Rover", "Good Time" und gerade erst in "High Life" dargestellt hat. Nochmal: Falls ihr diese Filme noch nicht gesehen habt - dringend nachholen!

Was glauben deine Großeltern, was dein Job ist?

Meine Großeltern sind alle verstorben, aber mein Vater ist immer noch nicht ganz einverstanden mit den Entscheidungen, die ich getroffen habe. Eine Zeit lang habe ich bei Ikea gearbeitet und ich denke, er würde es immer noch viel lieber sehen, wenn ich dort eine Karriere gestartet hätte, anstatt meine ganze Zeit in dieses "Hobby" zu investieren, wie er es nennt.

Behind the Scenes bei SONS OF NO ONE


Wenn du kein Filmemacher wärst, was wärst du dann?

Depressiv... Nur ein Scherz. Ich habe mich schon immer für Videospiele interessiert, also hätte ich vielleicht Entwickler werden wollen. Vielleicht tue ich das noch, eines Tages. Ich bin kürzlich zu einem Keynote-Gespräch gegangen, bei dem ein Filmregisseur das auch macht - warum also nicht? Wenn das nicht klappen würde, dann würde ich wahrscheinlich noch bei Ikea arbeiten, in diesem Fall wäre meine erste Antwort doch korrekt.

Bist du zum ersten Mal in München? Was erwartest du von der Stadt und vom Festival?

Es ist mein erstes Mal in München und auf dem Festival. Ich freue mich darauf, die Stadt zu erkunden, viele tolle Filme zu sehen und viele neue Leute kennenzulernen, wie meine internationalen Kollegen und die Organisatoren des Filmschoolfests, die so nett waren, unseren Film für ihr Festival auszuwählen. Und vielleicht, wenn genug Zeit ist, gehe ich einfach in die Allianz Arena und schaue mir ein Spiel an.

 

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