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Pressestimmen

Die Gewinner 2009

Bester Film: VFF YOUNG TALENT AWARD


7500 €
Stifter: VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten
ECHO von Magnus von Horn
(PWSFT, Lódz, Polen)

Die Jury: "Ein großes Thema in eine kleine Form gebracht."


SPEZIALPREIS DES JURY-PRÄSIDENTEN


SCRATCHES (SKRAPSÅR) von Gabriela Pichler
(Göteborgs Universitet, Filmhögskolans, Göteborg, Schweden)

Der Jury-Präsident: "Mit den Mitteln des Fresko - jede Geste, jeder Strich muss sitzen - entwirft die Regie ein ultrapräzises 'now' von der Leere und der Angst Pubertierender. Großartig imperfekt."


ARTE-KURZFILMPREIS


(Ankauf des Films bis 6000 €)
Stifter: Fernsehsender ARTE
BOXER von Michael Latham
(Victorian College of the Arts, Melbourne, Australien)

Die Jury: "In BOXER geht es um nichts – und gleichzeitig um alles. Ein Film mit einer klaren Handschrift und großem Sinn für Humor."


Bester Dokumentarfilm: ARRI-PREIS


(ARRI-Sachleistungen im Wert von 4000 €)
Stifter: ARRI – Arnold & Richter Cine Technik
ARSY - VERSY von Miro Remo
(VSMU, Bratislava, Slowakei)

Die Jury: "Die größte Fledermaus der Welt trifft auf Ödipus."


Bestes Drehbuch: LUGGI-WALDLEITNER-PREIS


(3000 €)
Stifter: Die Familie des Produzenten Luggi Waldleitner
Yaelle Kayam für DIPLOMA
(The Sam Spiegel Film & Television School, Jerusalem, Israel)

Die Jury: "Vom Patriarchen zum Bruder. Eine alltägliche Geste verändert das Leben zweier Menschen."


Beste Kamera: STUDENT CAMERA AWARD


(1000 €)
Stifter: Zeitschrift 'Film & TV Kameramann'
Sayak Bhattacharya für GERM
(Satyajit Ray Film & Television Institute, Kalkutta, Indien)

Die Jury: "GERM ist mehr als nur Bilder. Es sind Bilder von Bildern. GERM erinnert an die große Zeit des neorealistischen Schwarz-Weiß-Films."


PROSIEBEN NACHWUCHSPREIS


(4000 €)
Stifter: Fernsehsender ProSieben
Terjo Aaltonen für VIOLENCE AND ARTS (VÄKIVALTAA JA KUVAAMATAITOA)
(Helsinki Metropolia University of Applied Sciences, Finnland)

Die Jury: "Jugendliche stehen heute oft unter dem Generalverdacht, von Gewalt-darstellungen in den Medien fasziniert und selbst höchst gewaltbereit zu sein. Der Film VIOLENCE AND ARTS kontert dieses Vorurteil auf unaufgeregte, ja fast sachliche Weise, indem er uns mit einfachen Erkenntnissen konfrontiert: Dunkle Seelen stecken nicht dort, wo wir sie sehen wollen, sondern dort, wo sie zunächst niemand vermutet. Regisseur Terjo Aaltonen genügen 13 Minuten, um uns einen Blick hinter die Fassaden von jungen Menschen zu gewähren, der uns zum Nachdenken bringt. Die stilsichere Kamera und das zurückgenommene, aber dadurch umso intensivere Spiel der beiden Hauptdarsteller führen dabei zu überzeugender Tiefe. Gefühle, Träume und Sehnsüchte werden ernst genommen.
Der Fernsehsender ProSieben und sein junges Publikum sind von der Thematik, die VIOLENCE AND ARTS aufgreift, immer wieder betroffen. Neben seiner künstlerischen Qualität sehen wir daher auch in seiner unvoreingenommenen Aussage über das Thema Gewalt in diesem beeindruckenden Kurzfilm einen wichtigen Beitrag zur Diskussion darüber. Wir freuen uns, Terjo Aaltonen den ProSieben-Nachwuchspreis 2009 überreichen zu dürfen."


Beste Produktion eines deutschen Films: PANTHER-PREIS


(komplette Panther-Dolly-Ausstattung für vier Wochen im Wert von 10.000 €)
Stifter: Panther GmbH
SOFT SKILLS von Max Fey
Produzenten: Arbia-Magdalena Said und Henning Kruse
(Hochschule für Fernsehen und Film, München)

Die Jury: "Wie soll sich Paul verhalten, wegsehen und sich voll und ganz seiner beruflichen Laufbahn widmen oder soll er sich für jemanden anderen einsetzen und seine wahre Stärke, seine Soft Skills zeigen ... Der Film überzeugt durch die authentische schauspielerische Leistung von Laurens Walter und Jennifer Fey. Die bewusst unruhigen Kamerafahrten von Thorsten Harms geben dem Zuseher das Gefühl, mitten am Geschehen beteiligt zu sein. Ungeschönt vermittelt DoP Harms dem Zuseher die Realität des Tabuthemas Gewalt. Mit seinem kritischen Plot greift Regisseur Max Fey das Thema Zivilcourage auf. Sich für andere einsetzen, sich engagieren, jemandem helfen, den man gar nicht oder oft auch sehr gut kennt, den Mund aufmachen, wenn alle anderen schweigen - das kann sehr viel Mut verlangen. Und manchmal ist es auch gefährlich sich einzumischen oder es bringt einem Ärger ein. Aber es macht auch stark. Stark und selbstbewusst."


Bestes Szenenbild: FÖRDERPREIS 2009


(1000 €)
Stifter: Förderverein M.A.D. (Medienarchitektur und Mediendesign) des Studiengangs Film- und Fernsehszenenbild der HFF München, des Studienfachs Szenenbild der Filmakademie Baden-Württemberg und der FTA (Film- und Theaterausstattung)
Yi-Tzu Lan für MY FOUR INCH PRECIOUS
(Florida State University Film School, Tallahassee, USA)

Die Jury: "Frei von Zeit und Raum wird uns in MY FOUR INCH PRECIOUS die tragische Liebesgeschichte vom Müllmann und Sammler Sam und der winzigen Precious erzählt. Die unüberbrückbare Differenz entpuppt sich schnell als Antagonismus der Maßstäbe, dem sich auch das Art Department stellte. Durch die Kombination von VFX und detailgetreuen, überlebensgroßen Requisiten entstehen überzeugende und phantasievolle Bilder, die das Aufeinanderprallen der beiden Größen visuell verwirklichen. Sams Behausung, liebevoll und großzügig mit diversen Fundstücken, Pflanzen und Basteleien bestückt, bietet einen der märchenhaften Geschichte angemessenen Raum, der durch das Wechselspiel zwischen warmen Braun- und kühlen Blautönen in magisch stimmungsvolles Licht getaucht wird. Die gelungenen Bilder zeugen von einer engen Zusammenarbeit von Regie, Kamera und Art Department. Das ansprechende und konsequent ausgeführte Szenenbildkonzept zeichnet den Film aus."


PRIX INTERCULTUREL für Verdienste um den interkulturellen Dialog


(5000 €)
Stifter: Interfilm Akademie München
DIPLOMA von Yaelle Kayam
(The Sam Spiegel Film & Television School, Jerusalem, Israel)

Die Jury: "Der Prix Interculturel 2009 geht an den Film DIPLOMA von Yaelle Kayam, Israel 2009. Während einer nächtlichen Feier der jüdischen Siedler in Hebron und einer damit einhergehenden Ausgangssperre wird die palästinensische Studentin Ayat von ihrem jüngeren Bruder begleitet, um ihr Diplom von der palästinensischen Universität abzuholen. Um israelischen Militärpatrouillen auszuweichen, schleichen die beiden durch schmale Gassen und klettern über Dächer. Dennoch werden sie entdeckt und es gelingt ihnen trotz aller Überredungskünste nicht, die Kontrollen umzustimmen. Einfühlsam widmet sich die jüdische Regisseurin dem Schicksal einer jungen Palästinenserin, der sogar das Allerselbstverständlichste, nämlich an ihrer Diplomfeier teilzunehmen, vorenthalten wird. Yaelle Kayam überzeugt durch ihr gelungenes Drehbuch und die professionelle Schauspielerführung. Die Regisseurin zeigt in DIPLOMA die Wunden ihrer Heimat auf, die sich exemplarisch gerade im zwischen Juden und Palästinensern umstrittenen Hebron bündeln. Wir wünschen israelischen und palästinensichen Filmschaffenden einen weiterführenden interkulturellen Dialog."


KÖNIG LUDWIG TROPHY


(10.000 €)
Stifter: Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold von Bayern
TAKE OFF (ABHEBEN) von Collin John D’Cunha
(Film and Television Institute of India, Pune, Indien)

Die Jury: "Der diesjährige Gewinner-Spot der König Ludwig Trophy inszeniert den Produktnutzen mit im wahrsten Sinne des Wortes "größter Leichtigkeit" und emotionaler Kreativität. Die humorvolle Grundidee zu diesem Werbespot, die konsequente Umsetzung der Geschichte und die überzeugende darstellerische Leistung verbinden sich aufs Beste. TAKE OFF gelingt es, innerhalb einer Minute eine "Geschichte" zu erzählen oder, besser gesagt, bei den Zuschauern eine Geschichte in Gang zu setzen. Das Produkt bleibt dabei stets ein unaufdringlicher zweiter Hauptdarsteller – immer präsent, ohne die Geschichte zu "überspielen". Und zuletzt gelingt eine humorvolle, überraschende Wendung, die diesen Spot nachhaltig in Erinnerung hält. Herzlichen Glückwunsch zu dieser hervorragenden Arbeit!"


KLIMAFILME - ERNEUERBARE ENERGIEN


(5000 €)
Stifter: Nagelschneider Stiftung
DIE ANDEREN / THE OTHERS von Laura Geiger und Holger Kettner
(Beuth Hochschule für Technik, Berlin)

Die Jury: "Voller Ironie, satirischer Zuspitzung und mit schnell wechselnder Kameraeinstellung zeigt der Clip DIE ANDEREN von Laura Geiger und Holger Kettner unsere tägliche ‚Energieverschwendung’ in einer häuslichen Szene und nimmt uns damit alle in die Verantwortung. Ein komplexes Thema wird für die Jury inhaltlich und technisch bewundernswert und souverän in knapp einer Minute abgehandelt. Wir gratulieren den Gewinnern des zum zweiten Mal verliehenen Klimafilme-Preises!"


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DABEI SEIN 2010.... ...wenn sich die Zukunft des Kinos in München vorstellt. Filmstudenten, die teilnehmen möchten, wenden sich bitte an ihren Professor oder den Festivalkoordinator ihrer Schule. Einsendeschluss: 2. Juli 2010. Bei weiteren Fragen, schreiben sie an filmschool@filmfest-muenchen.de!
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