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Sonntag, 15.11.2015

Vorhang auf für den Filmnachwuchs

  • Am heutigen Abend wurde das 35. Internationale Festival der Filmhochschulen München feierlich eröffnet
  • Ab Montag, 16.11. präsentieren junge Filmemacher aus 21 Ländern ihre besten Filme im Filmmuseum
  • Specials, Veranstaltungen und Masterclasses im Rahmenprogramm

 

Mit vier Kurzfilmen aus Bulgarien, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland wurde am Sonntag (15. November) in München das 35. Internationale Festival der Filmhochschulen eröffnet. Bei der Eröffnungsgala in der Hochschule für Fernsehen und Film begrüßten Festivalleiterin Diana Iljine und die Präsidentin der HFF Bettina Reitz die jungen Filmemacher und mehr als 300 geladene Gäste aus der Filmbranche. Münchens Bürgermeister Josef Schmid eröffnete das Festival. „München ist sehr stolz, Gastgeber dieses wichtigen und traditionsreichen Nachwuchstreffens zu sein“, so Josef Schmid. „Es trägt ganz wesentlich zu einer lebendigen und aufregenden Filmkultur in München bei. Münchens weltweiter Ruf als Kultur- und Filmstadt lebt von internationalen Leuchtturmveranstaltungen. Man kann ohne Übertreibung feststellen: Das Festival der Filmhochschulen ist ein solches Highlight.“

Gezeigt wurden an diesem Abend drei Filme aus dem Festivalprogramm sowie der Studenten-Oscar-Gewinner „Nocebo“ von Lennart Ruff (HFF München) und ein Musikclip des Festivalteilnehmers Piet Baumgartner. Der Animationsfilm „Traffic“ von Milen Halyov von der Nationalen Akademie für Theater- und Filmkunst Sofia zeichnet die zum Zerreißen gespannte Stimmung nach, die sich unter ungeduldig Wartenden an einer roten Fußgängerampel entwickelt. Auch die Flüchtlinge in einem Schweizer Ausschaffungsgefängnis sind zur Tatenlosigkeit verdammt. Regisseurin Lisa Gerig von der Zürcher Hochschule der Künste hält ihre Kommunikationsversuche mit den Inhaftierten in dem Dokumentarfilm „Conversation Over The Fence“ fest. Dass es manchmal von Vorteil sein kann, abzuwarten, zeigt Luke Davies in seinem Kurzspielfilm „Unleaded“, der an der Met Film School in London entstand. Darin wird ein junger Mann in einen Tankstellenüberfall verwickelt, während seine Kumpels ahnungslos im Auto sitzen. Piet Baumgartner aus der Schweiz, der mit dem Kurzspielfilm „Inland“ auf dem Festival zu Gast ist, stellte sein Musikvideo zu der Single „Through My Street“ des Zürcher Musikers Rio Wolta vor.

Insgesamt sind ab Montag, 16. November im Filmmuseum München 52 Kurzfilme in zehn moderierten Programmblöcken zu sehen. Deutschland ist mit acht Filmen vertreten, die an Filmschulen in Berlin, Köln, Ludwigsburg und Nürnberg produziert wurden. Sie konkurrieren um hochdotierte Preise, die u.a. für den besten Film, das beste Drehbuch, die beste Produktion und den besten Dokumentarfilm vergeben werden. Über die Gewinner entscheidet eine fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Regisseur Marco Kreuzpaintner. In der Jury sind außerdem Schauspieler Thure Lindhardt, Kulturredakteurin Nil Varol, Vorjahresgewinnerin Anaïs Ruales und Neil Fox vom Edinburgh International Film Festival.

Zusätzlich zum offiziellen Wettbewerb prämiert Hofbräu München den besten Bierwerbespot und die Stiftung Nagelschneider den besten Clip zum Thema Klimawandel und erneuerbare Energien. In einer Kooperation mit docuvillage sind sechs Kurzdokumentationen zu sehen, die im Zuge eines Workshops in Israel von deutschen und israelischen Studenten hergestellt wurden. Anschließend findet eine Masterclass bei Prof. Ram Loevy, TV-Regisseur und Drehbuchautor, zum Thema "Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation" statt.

„Das Festival bietet einen Einblick in das aktuelle Filmschaffen weltweit. Die jungen Filmemacher liefern in professionellen Produktionen sehr differenzierte und ungewöhnliche Perspektiven auf unsere Gesellschaft", so Festivalleiterin Diana Iljine. „Wir freuen wir uns auf regen Austausch nicht nur im Kinosaal, sondern auch bei Seminaren, Masterclasses und abends beim Feiern."