Preise & Preisträger

Seit 1994

Stifter: VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten

Preis: € 7.500

2016

GABBER LOVER

von Anna Cazenave-Cambet
La Femis, École Nationale Supérieure des Métiers de l'Image et du Son, Frankreich
Trailer


Die Drehbuchautorin von GABBER LOVER Marlene Poste mit Preisstifter Prof. Flechsig


Die Festival Jury:
"Der Große Preis geht an einen Film, der eine emotionale und von den Figuren angetriebene Geschichte erzählt, mit minimalistischen, dennoch überzeugendem Schauspiel, präziser Regie und wunderschönen Bildern. Der Film versetzt eine Subkultur in eine Umgebung, in der man diese Subkultur nicht erwarten würde. Gleichzeitig erzählt er eine universelle und mutige Liebesgeschichte."

2015

THE LITTLE DEATH

von Simon Tillaas
The Norwegian Filmschool, Norwegen
Trailer

the little death
Simon Tillaas und Prof. Dr. Norbert P. Flechsig, Aufsichtsratsvorsitzender der VFF


Die Festival Jury:
"THE LITTLE DEATH ist eine wundervoll erzählte Geschichte über das Heranwachsen, den Verlust der Kindheit, Liebe, Kummer, Freundschaft und die Wunder des Erwachsenseins. Sie ist poetisch, voller Liebe für ihre Charaktere, präzise, nicht zu lang und nicht zu kurz - ein perfektes kleines Filmjuwel. Wir leben und fühlen mit der 12-jährigen Julia und ihrem Vater und am Ende des Films sind wir voller Hoffnung für die Zukunft der nächsten Generation. Und so geht es der Jury auch mit Regisseur Simon Tillaas: Sein Film ist mehr als vielversprechend und wir freuen uns auf viele weitere in der Zukunft."

2014

BURUNDANGA

von Anaïs Ruales
La Fémis Paris, Frankreich

 

burundanga

 

Die Festival-Jury:
"Burundanga ist eine Droge, verwendet von Straßenräubern, um ihre Opfer gefügig zu machen. 'Burundanga' ist ein Kurzfilm der Regisseurin, Autorin und Kamerafrau Anaïs Ruales und wir Zuschauer sitzen betäubt und gefügig in unseren Kinosesseln. Wir lassen uns von ihrer erzählerischen Kraft gefangen nehmen und folgen dem jungen Protagonisten Pablo, der nach einer Perspektive für sein Leben sucht, nach einem Horizont im nebligen Dschungel Ecuadors. Mit einem klaren Standpunkt, einem Drehbuch, das keine Längen zulässt und einer feinfühligen Inszenierung schenkt uns Anaïs Ruales mit 'Burundanga' einen außergewöhnlichen Film. Eines der Jurymitglieder hat nach Ende des Abspannes leise geflüstert: 'la perfezione'. Die Jury ist sich einig: Wir wollen bald deinen ersten Langfilm sehen liebe Anaïs Ruales!"

 

Special Mention

AFTER ALL (AHARIT DAVAR)

von Zvi Landsman
The Sam Spiegel Film & TV School, Jerusalem, Israel

 

afterall

 

Die Festival-Jury:
"Eine Wohnung, zwei Figuren. Zwei sehr verschiedene Leben treffen sich in einem ebenso kurzen wie unendlichen Moment. Sie stehen voreinander, ihre Köper ebenso nackt, wie die Wahrheit ihrer Gefühle. Zvi Landsman erschafft seine intensiven Bilder mit größter Courage, mit Talent und Einfühlungsvermögen. Mit seiner Dynamik kreiert er einen Freiraum für überragende schauspielerische Leistungen, die jedes Klischee vermeiden und die Gefühle der Scham und Intimität erforschen. Am Ende gibt es kein Urteil, keine aufgesetzte Moral. Der Regisseur lässt dieses Aufeinandertreffen zwischen einem religiösen alten Mann auf der Suche nach Sex und einer eingewanderten Prostituierten einfach kurz und unendlich sein - das ist Magie."

2013

WHAT MAKES ME TAKE THE TRAIN (CE QUI ME FAIT PRENDRE LE TRAIN)

von Pierre Mazingarbe
Le Fresnoy, Tourcoing, Frankreich

 

 

Die Festival-Jury:
"Die Jury hat diesen Zug genommen! Sein herausragendes Gespür für Rhythmus und Zeit, seine umwerfend fotografierten Schwarzweiß-Bilder und seine außerordentlichen Stop-Motion-Animationen und Bildeffekte machen WHAT MAKES ME TAKE THE TRAIN zu einer unwiderstehlichen Reise in das Reich von Licht und Schatten. Mit seiner überraschenden Neuinterpretation des Mythos von Orpheus und Eurydike entführt uns Regisseur Pierre Mazingarbe in das faszinierende Reich seiner Imaginationen und unerschöpflichen Ideen. WHAT MAKES ME TAKE THE TRAIN ist erst der Beginn einer langen Reise mit einem Regisseur, der uns Bilder bringt, die wir niemals vergessen werden."

2012

SO IT GOES (KORSOTEORIA)

von Antti Heikki Pesonen
ELO Film School, Helsinki, Finnland

 

 

Die Festival-Jury:
"Finnland ist kalt, es ist dunkel - und die Leute, sie frieren. Vielleicht ist das der Grund, warum Finnen sehr gute Filme machen. In SO IT GOES hassen die Leute ihr Leben, sie sind innerlich erkaltet und trinken den Rest der Welt unter den Tisch. Diese Inhaltsangabe könnte bei vielen finnischen Filmen stehen, aber SO IT GOES erzählt die Geschichte straight, mit perfektem Timing, sehr guter Regie und einer riesenhaften Portion an Menschlichkeit. Gratulation!"

2011

COLLAPSAR (LES TROUS NOIRS)

von Lilian Corbeille
La Fémis, Paris, Frankreich

 

 

Die Festival-Jury:
"LES TROUS NOIRS (COLLAPSAR) zeigt seine jugendlichen Protagonisten weder als Helden noch als Verlierer, sondern entscheidet sich dafür, von ihrer Verzweiflung, Gewalt und ihrer Hoffnung auf Geborgenheit zu erzählen, ohne letztendlich am Ende auf die große, äußere Katastrophe zurückzugreifen.
Stattdessen steuert Lilian Corbeille seinen lyrischen Film sicher, unprätentiös und von Moment zu Moment, bis ein wuchtiges Drama über das Erwachsenwerden entstanden ist.
"

2010

FOR MADMAN ONLY (TYLKO DLA OBLAKANYCH)

von Pawel Maslona
Wydzial Radia i Telewizji im. Krzysztofa Kieœlowskiego Uniwersytetu Śląskiego (WRITV), Katowice, Polen

Die Festival-Jury:
"Der Preis für den besten Film geht an FOR MADMAN ONLY  - für seine außergewöhnliche filmische Präzision und seine subtilen und nuancierten schauspielerischen Leistungen. Der Film nutzt die filmischen Mittel, um die Traurigkeit der scheinbar vollkommenen Harmonie zu entblößen, und drückt so perfekt die sprachlose Hoffnungslosigkeit einer in Routine verfallenen Ehe aus."

2009

ECHO

von Magnus von Horn
The Polish National Film, Television & Theatre School, Lódz, Polen

Die Festival-Jury:
"Ein großes Thema in eine kleine Form gebracht."

2008

A DAY IN A LIFE

von Zune Kwok
The Hong Kong Academy for Performing Arts, China

2007

NOW EVERYBODY SEEMS TO BE HAPPY (AHORA TODOS PARECEN CONTENTOS)

von Gonzalo Tobal
Universidad del Cine, Buenos Aires, Argentinien

Die Festival-Jury:
"NOW EVERYBODY SEEMS TO BE HAPPY  verdient den VFF Young Talent Award, weil er in höchst subtiler und höchst sensibler Weise eine außerordentlich vielschichtige Geschichte erzählt. Der Regisseur hat eine mutige Wahl getroffen, indem er eine 13-Jährige für die Hauptrolle besetzte und einen exzellenten Schauspieler für den männlichen Part. Es gibt nur sehr wenig, aber dafür einfühlsamen Dialog. Der Film fängt Bilder ein, die das gefährliche Territorium menschlichen Verhaltens zeigen."

2006

THE SUBSTITUTE (HAYELET BODEDA)

von Talya Lavie
The Sam Spiegel Film & Television School, Jerusalem, Israel

Die Festival-Jury:
"THE SUBSTITUTE  ist ein origineller und persönlicher Film, der ein hoch-politisches Thema aus einem überraschenden Blickwinkel beleuchtet. Die israelische Regisseurin Talya Lavie verbindet exzellente Schauspielleistungen, großartiges Timing und Humor, um eine dramatische Geschichte über Autorität, Verrat und Freundschaft zu erzählen. Lavie ist auf jeden Fall ein Talent, das man im Auge behalten sollte."

2005

62 SLEEPS

von Erin White
Victorian College of the Arts, School of Film and Television, Melbourne, Australien

2004

FELLOW TRAVELERS OF THE FIG (POPUTCHIKI INZHIRA)

von Yegor Anashkin
Vserossijskij gosudarstvennyi institut kinematografii (VGIK), Moskau, Russland

2003

DREMANO OKO

von Vladimir Perisic
École Nationale Supérieure des Métiers de l'Image et du Son (La Fémis), Paris, Frankreich

2002

1. Preis: VIKTOR AND HIS  BROTHERS (VIKTOR OCH HANS BRÖDER)
von Marten Klingberg
Dramatiska Institutet Högskola för Film, Radio, Television & Teater, Stockholm, Schweden

2. Preis: K-G FOR BETTER OR FOR WORSE (K-G NÖD OCH LUST)
von Jens Jonsson
Dramatiska Institutet Högskola för Film, Radio, Television & Teater, Stockholm, Schweden

3. Preis: LITTLE MORNING STORY (MALA JUTARNJA PRICA)
von Stefan Arsenijevic
Fakultet Dramskih Umetnosti (FDU), Belgrad, Jugoslawien

2001

1. Preis: A MAN THING (MESKA SPRAWA)
von Slawomir Fabicki
Państwowa Wyższa Szkoła Filmowa, Telewizyjna i Teatralna (PWSFT), Lódz, Polen

2. Preis: DAY AFTER DAY (AFTA)
von Kornél Mundruczó
Színház - és Filmművészeti Egyetem (SFF), Budapest, Ungarn

3. Preis: REPARATION
von Jens Jonsson
Dramatiska Institutet Högskola för Film, Radio, Television & Teater, Stockholm, Schweden

2000

1. Preis: ENCHANTED (VERZAUBERT)
von Christian Ditter
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

2. Preis: SUNNY SIDE OF THE SATURDAY (SUNCANA STRANA SUBOTE)
von Robert Orhel
Akademija Dramske Umjetnost (ADU), Zagreb, Kroatien

3. Preis: INDIA (INDIEN)
von Pernille Fischer Christensen
Den Danske Filmskole, Kopenhagen, Dänemark

1999

1. Preis: LITTLE MAN (LILLE MAENSK)
von Peter Schonau Fog
Den Danske Filmskole, Kopenhagen, Dänemark

2. Preis: MAJOR AND MINOR MIRACLES (STORA AND SMA MIRAKEL)
von Marcus Olsson
Dramatiska Institutet Högskola för Film, Radio, Television & Teater, Stockholm, Schweden

3. Preis: THE OTHER CHEEK (BA DERECH LE MAALA)
von Yuval Zafrir
The Sam Spiegel Film & Television School, Jerusalem, Israel

1998

1. Preis: FIVE FORTY FIVE
von Christoph Röhl
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), Deutschland

2. Preis: NIGHTHAWKS
von Dmitri Popov
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

3. Preis: SWIMMERS (NAGEURS)
von Alain-Paul Mallard
Institut de Formation et d'Enseignement pour les Métiers de l'image et du Son, Frankreich

1997

1. Preis: THE ARCHITECT
von Luke Watson
Royal College of Art,  Department of Film, London, Vereinigtes Königreich

2. Preis: EASY DAY
von Hans Horn
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

3. Preis: MUD (KAL)
von Ivaylo Simidciev
Nacionalna akademija za teatralno i filmovo izkustvo, Sofia, Bulgarien

1996

1. Preis: DARK HEART (SORT HJERTE)
von Thomas Rostock
Den Danske Filmskole, Kopenhagen, Dänemark

2. Preis: THE NAVIGATOR (DER STEUERMANN)
von Stefan Schneider
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

3. Preis: SEVEN
von Shona Auerbach
Państwowa Wyższa Szkoła Filmowa, Telewizyjna i Teatralna (PWSFT), Lódz, Polen

1995

1. Preis: NEVER (GRAENSEN)
von Reza Parsa
Den Danske Filmskole, Kopenhagen, Dänemark

2. Preis: THE PAPER HAT (DER PAPIERHUT)
von La Van Phuong
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

3. Preis: OBSERVER (BEOBACHTERI)
von Lasha Otkhmezuri
Georgian State Institute of Theatre and Film, Tiflis, Georgien

1994

1. Preis: A SINGLE HAIR AND A HAND BELL (HAJSZÀL ÈS CSENGETTYÜ)
von Attila Mispàl
Szinház és Filmmüvészeti Föiskola, Budapest, Ungarn

2. Preis: FLOOD (FLUT)
von Stephan Puchner
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

3. Preis: CARD BOARD DOG
von Malene Vilstrup
Den Danske Filmskole, Kopenhagen, Dänemark

 

Seit 2005

Stifter: Fernsehsender ARTE

Preis: Ankauf eines Films (fiktionales Genre) bis 15 Minuten Länge und bis € 6.000

2016

MAYDAY RELAY

von Florian Tscharf
Filmakademie Baden-Württemberg, Deutschland
Trailer


Florian Tscharf mit Barbara Häbe von ARTE

Die Jury des ARTE-Kurzfilmpreises (Barbara Häbe und Team):
"Der Film von Florian Tscharf MAYDAY RELAY stößt den Rettungsruf der Schiffbrüchigen aus und ist gleichzeitig ein Schrei der Hilflosigkeit angesichts des ungeheuren Ausmaßes des Flüchtlingsstroms, der nicht abbricht. Ein intensives Kammerspiel zwischen Vater und Tochter, das unter die Haut geht, ratlos, wütend und traurig macht. Was bleibt denn noch zu tun, wenn selbst der Versuch, 30 Menschen von 100 zu retten, nicht mehr gewagt wird? Ein verzweifelter Gewissenskonflikt, der die Frage der Schuld auf das Individuum schiebt und gleichzeitig grandios das Verhältnis zweier Generationen ablichtet. Wir gratulieren dem Filmemacher zu seinem intensivem, starken Film und freuen uns, den ARTE-Kurzfilmpreis zu überreichen."

2015

FINGERTIPS

von Basile Vuillemin
Institut des Arts de Diffusion, Belgien

 

fingertips

Die Jury des ARTE-Kurzfilmpreises (Barbara Häbe und Team):
"Wir freuen uns, dem belgischen Regisseur Basile Vuillemin mit seinem Film FINGERTIPS („Du bout des doigts“) den ARTE Kurzfilmpreis überreichen zu dürfen. Mit viel Einfühlungsvermögen und Sensibilität wird die schreckliche Geschichte über den Verlust eines Kindes, das im Koma liegt, thematisiert. Der Regisseur überzeugt mit hervorragendem Schauspielerensemble und einer intensiven Inszenierung, die den Zuschauer tief im Herzen trifft. Ein Familiendrama, auf kleinstem Raum und universell erzählt. Das ist die hohe Kunst des Kurzfilms. Wir gratulieren herzlich." 

 

2014

MY MILK CUP COW (CUP NO NAKA NO KOUSHI)

von Yantong Zhu
Tokyo University of the Arts, Japan

 

mymilkcupcow

 

Die Jury des ARTE-Kurzfilmpreises:
"ARTE gratuliert der talentierten Filmemacherin Yantong Zhu zu ihrem Film 'My Milk Cup Cow' und freut sich, der Regisseurin den ARTE-Kurzfilmpreis übereichen zu dürfen. In einem zarten einfühlsamen Animationsfilm wird eine tägliche Milchtasse, welche sich in eine Kuh verwandeln kann, zum Symbol für eine besondere Kindheit. Alleine vom Vater groß gezogen, widmet Yantong Zhu mit meisterhaften Zeichnungen diesen Film ihrer rätselhaften Kindheit und zeichnet ein poetisches, subtiles Werk über Elternliebe und Erwachsenwerden."

2013

AUSCHWITZ ON MY MIND (LIZKOR VELO LISHKOACH)

von Assaf Machnes
Met Film School, London, Großbritannien

 

 

Die Jury des ARTE-Kurzfilmpreises:
"So schrecklich das Wort 'Auschwitz' auch klingt, und gerade im Titel eines Films, so wichtig ist die Auseinandersetzung einer neuen jungen Generation mit der Geschichte der Massenvernichtung. In Assaf Machnes' Film werden Jugendliche in organisierten Besuchergruppen durch die Lager geführt und das Unfassbare wird ihnen nahe gebracht. Doch dass die Jugendlichen auch noch auf andere Gedanken kommen, zeigt uns der Filmemacher mit Humor und Einfühlungsvermögen. Ein zeitgenössisches berührendes Portrait einer jungen Generation, welches Assaf Machnes allein geschrieben und realisiert hat. Herzlichen Glückwunsch zu dem ersten Film wünscht ARTE."

2012

LIFE DOESN'T FRIGHTEN ME

von Stephen Dunn
RUT, Toronto, Kanada

 

 

Die Jury:
"Der humorvoll und sensibel erzählte Film entführt uns in die Welt eines jungen 13-jährigen Mädchens, das an der Stufe des Erwachsenwerdens steht und vor allem sehr unter ihrer langen Nase leidet. Doch diese Nase ist gar nicht so lang, sondern das Gefühl für die eigene Wahrnehmung täuscht. Das fantastische Schauspielertrio - das junge Mädchen, der lebenskluge Großvater und der charmante Mops King Henry - unterstreichen die originelle Auflösung und der Zuschauer freut sich inmitten eines phantasievollen Dekors über ein positives Ende: 'Life doesn't frighten me - Das Leben macht mir keine Angst!' Herzlichen Glückwünsch an den Regisseur und sein Team!"

2011

GRANDMOTHERS (ABUELAS)

von Afarin Eghbal
The National Film and Television School (NFTS), Beaconsfield, Großbritannien

 

 

Die Jury:
"ABUELAS (GRANDMOTHERS) ist ein Werk von großer Reife, das einen ebenso poetischen wie spielerischen Stil findet, um die Geschichte eines Verlustes erfahrbar zu machen. Durch ihre einzigartige Mischung aus Animation, live action, historischer Fotografie und Off-Erzählung gelingt Afarin Eghbal ein Liebesgedicht an die Großmütter der Plaza de Mayo voller Ernsthaftigkeit und emotionaler Tiefe."

2010

BOB

von Jacob Frey und Harry Fast
Filmakademie Baden-Württemberg (FABW), Ludwigsburg, Deutschland

 

 

Die Jury:
"Das Abstrampeln im Hamsterrad der Sehnsucht ist ein Bild, das uns alle unmittelbar im Herzen berührt."

2009

BOXER

von Michael Latham
Victorian College of the Arts, Melbourne, Australien

 

 

Die Jury:
"In BOXER geht es um nichts - und gleichzeitig um alles. Ein Film mit einer klaren Handschrift und großem Sinn für Humor."

2008

THE YEAR OF THE PIG

von Claudia Calderón
The International School of Film and Television, San Antonio de los Baños, Kuba

Die Jury:
"Der Jury gefiel die tragikomische Art, das Thema Schicksal zu behandeln. Beeindruckend auch die gewaltige Energie und der Einfallsreichtum, mit der die Geschichte erzählt wird und die Charaktere voran getrieben werden. Auch das intelligente Verweben der Handlungsstränge in den einzelenen Stockwerken eines Mietshauses überzeugt. Wir danken der Regisseurin für ihren humorvollen und optimistischen Film. "

2007

PADAM...

von Jose Manuel Carrasco
Escuela de Cinematografia y del Audiovisual de la Comunidad de Madrid, Spanien

Die Jury:
"Durch die merkwürdige Begegnung zweier Fremder führt der Film PADAM... erfolgreich zwei Menschen zusammen. Trotz aller Vorurteile und Unterschiede im Alter und der Herkunft werden die Gemeinsamkeiten zweier Herzen betont und das in einem unterhaltsamen Tonfall, der dem Publikum in diesen dunklen und komplizierten Zeiten Hoffnung gibt. "

2006

WE ARE THE FAITHFUL (WIR SIND DIR TREU)

von Michael Koch
Kunsthochschule für Medien Köln, Deutschland

Die Jury:
"Die mutige künstlerische Entscheidung von Regisseur Michael Koch, sich ausschließlich auf einen männlichen Cheerleader und leidenschaftliche Fußballfans zu konzentrieren, bietet eine ungewöhnliche Perspektive, die das - für den Zuschauer unsichtbare - Geschehen auf dem Spielfeld spiegelt. Gleichzeitig erlaubt uns diese Dokumentation über ein soziales Phänomen zu reflektieren."

2005

BILINGUAL

von Chamoun Issa
National Film and Television School, Beaconsfield, Großbritannien

 

 

seit 2012

Stifter: Freundeskreis Wolfgang Längsfeld e.V.

Preis: € 3.000

2016

BARK

von Paloma Rincón
Escuela de Cine y Televisión, Universidad Nacional de Colombia, Kolumbien


Der letztjährige Gewinner Michael Binz, Paloma Rincón, Margrét Rún und Joachim Masannek

Die Jury des Wolfgang-Längsfeld-Preises (Michael Binz, Joachim Massanek, Sabine Längsfeld):
"Der Film BARK von Paloma Rincón konfrontiert uns mit dem größten Tabu-Thema unserer modernen Gesellschaft: der Hilflosigkeit und Hässlichkeit des Alterns. Der Film verwandelt diese Hässlichkeit in Schönheit, Würde und Freiheit, rein durch die unglaubliche Einfachheit seiner Kunst. Deshalb ist der Film für uns der originellste dieses Festivals."

2015

HERMAN THE GERMAN

von Michael Binz
Kunsthochschule für Medien Köln, Deutschland

 

herman the german
Produzentin Maike Drinhausen mit Jurorin und Vorjahresgewinnerin Zeng Zeng und Juror Matthias Kammermeier

Die Jury des Wolfgang-Längsfeld-Preises (Henriette Kaiser, Matthias Kammermeier, Zeng Zeng):
"Der Film hat sich durch seine unterhaltende und überraschende Erzählstruktur, seine unkonventionelle Machart, seine ironisch-sarkastische Sichtweise und - nicht zuletzt - auch durch eine professionelle Ausführung für die Jury als der Preisträger des Wolfgang Längsfeld Preises 2015 für den 'originellsten Film' herauskristallisiert. Herauszuheben sind dabei die Inszenierung und die schauspielerische Leistung, die in sich geschlossenen und sehr gut aufeinander abgestimmten Arbeiten von Szenenbild und Kamera, Inszenierung und Schnitt, sowie ein fein gezeichnetes Drehbuch, das im Verbund zu diesem überzeugenden Ergebnis geführt hat." 

 

2014

SUMMER SECRET (MING YUE DE SHU QI RI JI)

von Zeng Zeng
Beijing Film Academy, China

 

summersecret

 

Die Jury des Wolfgang-Längsfeld-Preises:
"'Summer Secret' entführt uns in eine Welt, in der die Realität durch die Augen und die Vorstellung des jungen Mädchens Mingyue gesehen wird. Diese subjektive Weltsicht ist in einer solch außerordentlichen und originären Sprache beschrieben, dass man unmittelbar die Ängste, die Freude und die Verzweiflung dieser herzeinnehmenden Person erspüren kann. Die Jury möchte diesen Preis der Regisseurin Zeng Zeng und ihrem Film widmen um sie in ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit zu bestärken, visuell, sensibel und poetisch Film zu erzählen. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass sie auf diesem Weg weitergehen wird und wir freuen uns, sie dabei mit dem Wolfgang-Längsfeld-Preis zu unterstützen"

2013

COCOONS

von Joasia Goldyn
National Film and Television School, Beaconsfield, Großbritannien

 

 

Die Jury des Wolfgang-Längsfeld-Preises:
"Dieser Film erzählt auf anrührende und fesselnde Art und Weise vom Kampf um Identität, Selbstbestimmung und Freundschaft in einer Welt der Vereinsamung und Isolierung. Die wunderbare Besetzung, eine vielschichtige Bildgestaltung sowie gutes Timing und stilsichere Erzählweise überzeugen die Jury von diesem Film und seinem Bild unserer Welt. Der Wolfgang Längsfeld Preis 2013 für den originellsten Film geht an Joasia Goldyn für COCOONS."

2012

HOW I KILLED RABIN (EICH RATSACHTI ET RABIN)

von Michael Alalu
Sam Spiegel Film &Television School Jerusalem, Israel

 

 

Die Festival-Jury:
"Regisseur Michael Alalu lässt uns Anteil nehmen an einer zutiefst menschlichen Geschichte. Dabei verknüpft der Regisseur ein historisches Ereignis elegant mit der persönlichen Geschichte des Erwachsenwerdens eines Jungen, der zum Schluss um eine erlösende Erkenntnis reicher ist. Wir entdecken uns selbst in diesem manchmal lachenden, oft zweifelnden Jungen, auch dann, wenn er beginnt, die alltäglichen Dinge des Lebens zwanghaft in eine eigene Bahn zu lenken versucht. Und hoffen für ihn, dass er mit einem Kuss seiner Klassenkameradin belohnt wird. Die eigene Handschrift des Regisseurs, der überraschende Schnitt und die pfiffig und originelle Erzählform zeichnen diesen Film aus. Lieber Michael Alalu, wir möchten noch viele Filme von ihnen sehen."

 

seit 2005

Stifter: ARRI

Preis: ARRI-Sachleistungen im Wert von € 4.000

2016

CINDERELLA 

von Alexander Zubovlenko
Russian State University of Cinematography, Russland
Trailer


Regisseur Alexander Zubovlenko mit seiner Preisurkunde und ARRI-Vorstand Prof. Kraus

Die Festival-Jury:
"CINDERELLA ist ein vollständige, neutrale Beobachtung eines Kampfes um das persönliche Glück. Der Regisseur schafft es, unbeschönigte und verzweifelte Momente im Leben einer Frau zu zeigen, so nah dran, dass es für uns als Zuschauer fast unangenehm wird, dabei zuzusehen. Er wurde in einer Art und Weise gedreht, die die Plotentwicklung unterstützt und so den Zuschauer extrem nah an die Protagonistin heranbringt und verdeutlicht, in welch einer Gesellschaft sie lebt. Ein Zustand, der so noch immer in vielen Ländern herrscht."

2015

CONVERSATION OVER THE FENCE

von Lisa Gerig
Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz

zaungespräche

Die Festival-Jury:
"Die Gewinnerin dieses Preises ist nicht nur Filmemacherin, sondern steht auch für Menschlichkeit ein. Ihr Anliegen denen zu helfen, die vom Leben weniger begünstigt sind, inspirierte einen Film, der eine unerzählte Geschichte in der derzeitigen Immigrationsdebatte aufdeckt. Die Augen der Filmemacherin führen den Blick der Zuschauer und zeigen ihnen die Ereignisse, wie die Regisseurin sie erlebt. Sie portraitiert die Geschichten und die Not der Protagonisten, die selbst nicht zu sehen sind. Der Zuschauer ist aufgefordert, die Filmemacherin auf ihren täglichen Pilgerreisen zu begleiten, auszuhalten, was sie aushält, zu erfahren, was sie erfährt und zu verstehen, was sie entdeckt. In einem wertfreien Ton klagt sie niemanden an, zwingt niemandem ihre Meinung auf. Sie bietet einfach Fakten, um die verzweifelte Lage aufzuzeigen, in der sich jene befinden, die ein Land erreicht haben, das für Neutralität, Sicherheit und Freiheit bekannt ist - ein Land, von dem jeder etwas Besseres erwarten würde. Die Zuschauer müssen sich ihr eigenes Urteil bilden. Subtil in der Form, aber mit einer kraftvollen Aussage deckt dieser kunstfertige Dokumentarfilm mehr auf, als die Medien normalerweise preisgeben. Indem er die Geschichten einer Handvoll von Personen erzählt, spricht er für all jene, die während einer wachsenden Krise, die nicht ignoriert werden kann, um ein neues Leben kämpfen." 

2014

HONEY ON WOUNDS

von Iulia Stoian
National Film and Television School Beaconsfield, UK

 

honeyonwounds

 

Die Festival-Jury:
"Männer schlachten dutzende Lämmer. Ihr Blut fließt, während die Frauen des Kosovo um ihre im Krieg getöteten Männer trauern. Iulia Stoian zeigt mit ihrer Dokumentation 'Honey on Wounds' das Trauma des Krieges, ohne selbst je Bilder des Krieges zeigen zu müssen. Sie zeigt, wie im Krieg geschundene Frauen ihre Wunden heilen und sich selbst eine Zukunft erarbeiten wollen. Honigbienen sollen dabei helfen. Denn Bienen reagieren auf menschliche Gefühle, sie erkennen Angst, Stress, Wut und Freude. Die Bienen schaffen eine neue Lebensgrundlage, ihr Honig soll die Wunden der Vergangenheit verschließen. Iulia Stoian war die Produzentin, die Regisseurin und die Kamerafrau ihres Filmes. Zu jeder Sekunde ist ihre unmittelbare Nähe und Empathie zu ihren Protagonistinnen spürbar. Geschaffen hat sie einen manchmal traurigen, manchmal hoffnungsvollen, einen immer intimen und berührenden Dokumentarfilm."

2013

BALAZHER. THE CORRECTION OF REALITY (BALAZHER. KORREKTUREN DER WIRKLICHKEIT)

von Lesia Kordonets
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Zürich, Schweiz

 

 

Die Festival-Jury:
"Ein altersschwacher Linienbus nimmt uns mit in das abgelegene Grenzland der Ukraine und lässt uns das Schicksal seines Fahrers und seiner Passagiere erfahren. In formalen architektonischen Linien, die sie über die Aufnahmen von heute legt, zeichnet Regisseurin Lesia Kordonets Bilder von den einstigen Hoffnungen und Träumen der Utopie des sozialistischen Staates. Der Film besticht durch die Aufnahmen der Menschen und Häuser, in denen der Zerfall und der Stillstand eines ehemals funktionierenden Systems in Schönheit sichtbar werden. Unter ihrer Regie wird der Bus wie ein Protagonist lebendig: Wir bangen um ihn und noch immer fragen wir uns, wie es ihm geht. Seine Fahrt und der Film sollten niemals aufhören."

2012

DYING NOT PLANNED FOR (STERBEN NICHT VORGESEHEN)

von Matthias Stoll
Kunsthochschule für Medien Köln, Deutschland

 

 

Die Festival-Jury:
"Der Dokumentarfilm STERBEN NICHT VORGESEHEN beherrscht die Kunst, eine wahre Geschichte geradlinig und gleichzeitig kunstvoll zu erzählen. Der Film verbindet reale Szenen und Animation sehr natürlich. Er erzählt eine sehr persönliche Geschichte, von der Liebe eines Sohns zu seinem Vater, und zur gleichen Zeit gibt er einen tiefen Einblick in die deutsche Seele. Elektrische Eisenbahnen, schaffe, schaffe Häusle bauen - und immer die Arbeit an erste Stelle setzen. Der Film zeigt all das, ohne es der Lächerlichkeit preiszugeben. Es ist ein liebevoller, präziser und unvergesslicher Film, der beim Zuschauer einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt."

2011

THE MOON IS A WONDERFUL PLACE (DER MOND IST EIN SCHÖNER ORT)

von Anne Maschlanka & Viktoria Gurtovaj
Internationale Filmschule Köln (ifs), Deutschland

 

 

Die Festival-Jury:
"DER MOND IST EIN SCHÖNER ORT ist nicht nur das Portrait eines bezaubernden Kindes, sondern auch eine clevere und zugleich sehr lustige Geschichte über ein Mädchen, das mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens konfrontiert ist. Anne Maschlanka und Viktoria Gurtovaj, die beiden Regisseurinnen dieses außergewöhnlichen Films, zeigen sehr präzise die Komplexität der Welt aus der Sicht eines Kindes. Die Integration von Kameraaufnahmen der Hauptfigur ist Teil eines sehr durchdachten Konzepts, das uns ihre vielschichtige Welt nicht nur sehen, sondern erleben lässt."

2010

HOLDING STILL

von Florian Riegel
Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), Deutschland

Die Festival-Jury:
"Stillsitzen und die Welt durch ein Objektiv beobachten - als Kinobesucher tun wir das alle freiwillig. Der Protagonistin dieses Films bleibt seit einer verhängnisvollen Beziehung keine andere Möglichkeit mehr. HOLDING STILL beschäftigt sich mit dem Sehen an sich und dem Unterschied zwischen innerer und äußerer Bewegung. HOLDING STILL ist nicht nur der beste Dokumentarfilm, sondern auch einer der besten Filme des Wettbewerbs."

2009

ARSY - VERSY

von Miro Remo
Academy of Music and Dramatic Arts, Film and Television Faculty, Bratislava, Slowakei

 

 

Die Festival-Jury:
"Die größte Fledermaus der Welt trifft auf Ödipus."

2008

COSMIC STATION

von Bettina Timm
Hochschule für Fernsehen und Film, München, Deutschland

Die Festival-Jury:
"Manchmal braucht man nur wenig, um viel zu erzählen. Bettina Timm hat einen poetischen und sehr eindrucksvollen Dokumentarfilm gemacht, der uns auf eine weite Reise mitnimmt, um einen genauen Blick auf den Alltag einer vergessenen COSMIC STATION werfen zu können. Danke für diese sehr ungewöhnliche Dokumentation. "

2007

SCARLET SUNRISE

von Eduardo Grau und Edward Edwards
The National Film and Television School, Beaconsfield, Großbritannien

 

 

Die Festival-Jury:
"Diese Dokumentation vermittelt einen schwermütigen Blick auf eine einsame norwegische Bergarbeiter-Siedlung. Mit sorgfältig ausgesuchten, genau komponierten Bildern und bizarren, unterhaltsamen Situationen, hinterlässt der Film einen starken Eindruck von einem Leben, das vom Mangel geprägt ist - ein starker Kontrast zu unserer Wohlstandsgesellschaft. Die Jury belohnt die überzeugende Mischung aus intimer sozialer Beobachtung, außergewöhnlichem künstlerischen Können und einem großartigen Sinn für Humor."

2006

WE ARE THE FAITHFUL (WIR SIND DIR TREU)

von Michael Koch
Kunsthochschule für Medien Köln, Deutschland

Die Festival-Jury:
"Dieser einfache und dabei doch vielschichtige Film von Michael Koch erweitert das Format einer Dokumentation, in dem er auf überflüssige Erklärungen verzichtet. Diese Dokumentation offenbart echte Leidenschaft für das Gezeigte und gleichzeitig einen genauen Blick auf die Wirklichkeit."

2005

THE PRAYER

von Ewa Stankiewicz
The Polish National Film, Television and Theatre School, Łódź, Polen

 

seit 2016

Stifter: zweiB GmbH

Preis: Preisgeld von € 1.000 und ein professionelles DCP-Mastering (im Wert von ca. € 1.500)

2016

PUSSY

von Renata Gasiorowska
Polish National Film, Television and Theatre School Lodz, Polen
Trailer


Renata Gasiorowska, Regisseurin von PUSSY, mit Tammo Buhren, Preisstifter und Geschäftsführer von zweiB


Die Festival-Jury:
"Ein spielerischer, kreativer und kluger Film, der viel wagt und intime Momente zeigt. Gleichzeitig greift er gesellschaftspolitische Themen auf, die oft tot geschwiegen werden. Es ist ein Film, der männliche und weibliche Individuen darin bestärkt, ihre Körper und Sehnsüchte zu akzeptieren. Wir sind vor allem dankbar dafür, dass die Regisseurin die Möglichkeiten der Animation genutzt hat, um dieses Thema zu bearbeiten und uns näher zu bringen. Wir finden das einfach toll!"

 

 

seit 1992

Stifter: Der Preis für das Beste Drehbuch wird seit 1992 auf dem Festival vergeben. Seit 2003 wird er in Gedenken an den Produzenten Luggi Waldleitner von seiner Familie gestiftet.

Preis: € 3.000

2016

THE BURDEN OF MEMORY

von Albert Meisl
University of Music and Performing Arts Wien, Österreich


Michael Waldleitner, seine Mutter und Frau des Verstorbenen Luggi Angela Waldleitner und Regisseur Albert Meisl


Die Festival-Jury:
"Herr Szabo und Herr Fitzthum; eine einfallsreiche und meisterhaft getimte Begegnung der anderen Art. Der Film THE BURDEN OF MEMORY ist voller klugem Humor, selbstironischem Witz und präziser Situationskomik. Mit viel Lust an Übertreibung, Kontrast und zwischenmenschlichen Komplikationen gelingen zwanzig wundervolle Minuten Filmerlebnis."
 

Special Mention

Kirsikka Saari für
AFTER THE REUNION

Aalto University/ ELO Film School Helsinki, Finnland


Michael Waldleitner mit Kirsikka Saari

Die Festival-Jury:
"Eine besondere Erwähnung für sein Drehbuch bekommt der Film AFTER THE REUNION. Dabei handelt es sich um ein reduziertes, originelles und tiefsinniges Drama, das sich im Alltag abspielt und einen authentische Hauptfigur zeigt, die mit sich kämpft, aber am Ende ehrlich zu sich selbst ist. Die Geschichte des Films ist universell und berührend, was vor allem auch an den überzeugenden Dialogen liegt."

2015

EMERGENCY EXIT

von Vladimir Tagić
Faculty of Dramatic Arts Belgrad, Serbien
Trailer

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Prof. Janko Baljak nimmt den Drehbuchpreis von Michael Waldleitner stellvertretend für Vladimir Tagić entgegen

Die Festival-Jury:
"Am Anfang haben wir gelacht. Und waren dankbar dafür. Lachen heißt loslassen. Auch wenn es, wie in EMERGENCY EXIT, erst mal nur um groteske Bürokratie rund um einen gestohlenen Verbandskasten geht. Ist es gut geschrieben, kommen Lachmuskeln und Gefühle in Bewegung. Gute Komödien sind immer auch Tragödien - eine Binsenweisheit, aber schwer umzusetzen. Vladimir Tagić hat ein originelles Drehbuch verfasst. Indem er simple Dialoge und Aktionen nur leicht außerhalb des erwartbaren sozialen Rahmens verortet, gelingt es ihm die alltägliche Gewalt unter Menschen zu visualisieren. Einfach. Brillant. Bleibende Bilder und Worte für ein unsichtbares, schwer greifbares Gefühl von Verrohung und Ignoranz in Jedermanns Alltag. Jenseits politischer Krisen oder terroristischer Bedrohungen. Spätestens beim „herzlichen“ Empfangs-Monolog der Ehefrau an der Haustür wird aus dem serbischen Absurdistan ein universelles. Und wir lachen weiter und lauter im Strudel dieses leise anarchistischen Teufelskreises, in dem Rauchen verboten ist, ein Mann doch lieber auf sein Hörgerät verzichtet und für einen anderen der Einkaufsbummel zu einem einzigen Schlag in Gesicht wird. Kurz vor Schluss lachen wir am befreitesten - haben richtig losgelassen, sind wunderbar offen für den Moment, in dem uns das Lachen im Halse stecken bleibt. Zu spät für den Notausgang." 

2014

Barbara Ott für
SUNNY

Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg, Deutschland

 

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Die Festival-Jury:
"Ein junger Mann rennt, ein Baby unter den Arm geklemmt, bepackt mit Einkäufen, in eine Wohnung. Er legt das schreiende Baby achtlos auf den Boden, er ist überfordert, aggressiv, schreit seinem Baby ins Gesicht. Und wir Zuschauer halten bis zum Schluss unseren Atem an, aus Sorge um das hilflose Lebewesen. Barbara Ott erzählt in 'Sunny' die Geschichte eines verlorenen jungen Mannes, der lernen muss Verantwortung zu übernehmen und der sich für seine Gefühle und die Liebe zu seinem Kind entscheiden wird. Die Jury haben die Präzision und der großartige Rhythmus des Buches, das jederzeit starke Emotionen bedient, begeistert. Der ständige Balanceakt der Hauptfigur zwischen Aggression und Zärtlichkeit, seine Wut und sein Kampf mit dem eigenen Ego hat uns mitgenommen und in eine bilderreiche und stimmige Welt eintauchen lassen."

 

Special Mention

Pedro Collantes für
SERORI

Netherlands Film Academy, Amsterdam, Niederlande

 

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Die Festival-Jury:
"'Serori' von Pedro Collantes beschreibt mit großer Sensibilität und Eleganz das Aufeinandertreffen einer Frau mit gebrochenem Herzen und eines viel jüngeren Mannes, der niemals zuvor geliebt hat. Die Jury war tief beeindruckt von der überraschenden und subtilen Inszenierung, die den Film pendeln lässt zwischen verschiedenen Schattierungen, zwischen Humor und Gewalt, von romantischer Komödie zu düsterem Drama. Rhythmus, Charme und Raffinesse, diese Qualitäten zeichnen das Drehbuch von 'Serori' aus."

2013

Marc Schlegel für
THE FUNERAL OF HARALD KRAMER (DAS BEGRÄBNIS DES HARALD KRAMER)

Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien, Österreich

 

 

Die Festival-Jury:
"Eine gute Komödie zu erzählen ist eine der schwierigsten Aufgaben. Der Regisseur und Drehbuchautor Marc Schlegel beherrscht sie mit Bravour. THE FUNERAL OF HARALD KRAMER erzählt das Begräbnis des scheintoten Harald Kramer aus dem Munde eines derben Leichenpräparators voll schwarzem Humor und in ausgefeilten Dialogen. Mit einem Gespür für die Wichtigkeit von Details wartet die überraschende und klug erzählte Geschichte mit einer Fülle an vergnüglichen Drehungen und komödiantischen Wendungen auf. Ein vollendetes Drehbuch, das am Ende nichts dem Zufall überlässt."

2012

Michael Alalu für
HOW I KILLED RABIN (EICH RATSACHTI ET RABIN)

Sam Spiegel Film &Television School Jerusalem, Israel

 

 

Die Festival-Jury:
"Vor dem tragischen Hintergrund eines politischen Attentats erzählt HOW I KILLED RABIN eine persönliche Geschichte über die erste Liebe und das Erwachsenwerden eines jungen Außenseiters. Das Drehbuch von Michael Alalu bezaubert durch sympathische Figuren und eine zu Herzen gehende Menschlichkeit - und findet dabei stets eine perfekte Balance zwischen tiefem Ernst und hinreißendem Humor. So macht dieser berührende kleine Film große Lust auf den ersten langen Spielfilm dieses begabten Autors und Regisseurs."

2011

Grzegorz Jaroszuk für
FROZEN STORIES (OPOWIESCI Z CHLODNI)

PWSFT, Lódz, Polen

 

 

Die Jury:
"In ruhigem Tempo, mit einzigartigem Sinn für Humor, wunderbar besetzt, gut gespielt und mit einem wahrlich innovativen Konzept erzählt dieser Film die Geschichte zweier junger Menschen, die ihren Platz im Leben suchen. FROZEN STORIES ist ein wunderschöner Kurzfilm, dessen vielversprechender Regisseur eine große Zukunft vor sich hat."

2010

Janaína Marques Ribeiro und Pablo Arellano Tintó für
THE MINUTES, THE HOURS (LOS MINUTOS, LAS HORAS)

Escuela Internacional de Cine y TV de San Antonio de los Baños (EICTV), Kuba

 

 

Die Jury:
"Mit dem Preis für das beste Drehbuch würdigt die Jury die zutiefst humane Erzählweise in LOS MINUTOS, LAS HORAS. Vor allem für ihre Darstellung der komplexen und poetischen Beziehung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter mit ganz einfachen Szenen verdienen die Filmemacherin und ihr Co-Autor diese Auszeichnung."

2009

Yaelle Kayam für
DIPLOMA

The Sam Spiegel Film & Television School, Jerusalem, Israel

 

 

Die Jury:
"Vom Patriarchen zum Bruder. Eine alltägliche Geste verändert das Leben zweier Menschen."

2008

Reto Caffi und Philippe Zweifel für
ON THE LINE

Kunsthochschule für Medien, Köln, Deutschland

 

 

Die Jury:
"Das quälende Gefühl der Schuld, der eigenen Feigheit unterlegen zu sein, begleitet den Zuschauer während der gesamten Dauer von AUF DER STRECKE des schweizer Regisseurs Reto Caffi. Die Jury wurde vom Drehbuch von Reto Caffi und seines Ko-Autoren Philippe Zweifel überzeugt - und von der Zeichnung der beiden Protagonisten, deren Handeln psychologisch immmer authentisch bleibt."

2007

Matevz Luzar für
ALMOST SIX FEET TOO DEEP

Akademija za gledalisce, radio, film in televizijo, Ljubljana, Slowenien

 

 

Die Jury:
"Wir befinden uns mitten im Mikrokosmos eines kleinen slowenischen Dorfes, westlich der Hauptstadt Ljubljana: Die Ereignisse, die sich hier zutragen, sind so clever geschrieben, so gekonnt konstruiert und so komisch, dass sich die Jury für die gesamte Dauer des Films außerordentlich gut unterhalten fühlte. Der Film behandelt dabei die schwerwiegenden Fragen des Lebens: Es geht um Tod, Hass, Neid und um Unterdrückung. Aber all das wird mit einigen schönen Tricks und überraschenden Wendungen in ein wunderbar lebensbejahendes Drehbuch verwandelt. "

2006

Michael Dreher für
FAIR TRADE

Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

 

 

Die Jury:
"FAIR TRADE erzählt eine ungewöhnliche Geschichte mit gut herausgearbeiteten Charakteren. Das Drehbuch befasst sich sowohl mit Immigration und Menschenhandel, als auch mit dem Nord-Süd-Konflikt. Trotz seiner Kürze zeichnet sich der Film durch epische Größe aus, vermeidet dabei aber Stereotypen und Sentimentalität. "

2005

Kike Maillo für
PAVLOV'S DOG

Luis Segura, ESCAC Barcelona, Spanien

 

 

2004

Idan Hubel für
HENNA (PLEADING)

Sam Spiegel Film &Television School Jerusalem, Israel

 

 

2003

Mihal Brezis und Oded Binnun für
ONEG SHABAT

Sam Spiegel Film &Television School Jerusalem, Israel

 

 

Preisträger Script-Preis 1992 - 2002

2002

Jens Jonsson für
K-G FOR BETTER OR FOR WORSE (K-G I NÖD OCH LUST)

Dramatiska Institute Högskola för Film, Radio, Television & Theater, Stockholm, Schweden

2001

Stein Stäle Berg für
HIMMELSTORMEREN

DNF

2000

Björn Abelson für
HAPPY BIRTHDAY

DI

1999

Pia Gradvall für
STORA E SMA MIRAKEL

DI

1998

Keren Margalit für
YELED ALA KEFAK

Sam Spiegel Film &Television School Jerusalem, Israel

1997

Damien de Pierpont für
MENTEUR

Institut National Supérieur des Arts du spectacle et des techniques de diffusion, Brüssel, Belgien

1996

Jonas Elmer und Thomas Rostock für
DEBUT

DDF

1995

Michael Horsten und Henrik Genz für
OMVEJE

DDF

1994

Natia Gogochuri und Nunu Mataradze für
GARIGEBA

GSITF

1993

Perti Leppä für
KARAVAANI

UIAH

1992

Auli Mantila für
NALKA

UIAH

 

seit 1997

Stifter: Zeitschrift 'Film & TV Kameramann'

Preis: € 1.000 für Studenten einer Hochschule im deutschsprachigen Raum

2016

HOMEWORK

von Annika Pinske
Kamera: Ben Bernhard
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Deutschland
Trailer


Ben Bernhard von der dffb mit Preisstifter Timo Landsiedel

Die Festival-Jury:
"Eine starke und emotionale Geschichte über eine Vater-Tochter-Beziehung, die in unerwarteten Schauplätzen abgebildet wird, mit einer wunderschönen Kameraführung. Diese Kameraführung ist unkonventionell, dabei entstehen wunderbar arrangierte Bilder, die die Handlung unterstützen. In nur wenigen Minuten sagt der Film viel mehr über Liebe, Vertrauen und Beziehungen aus als viele abendfüllende Spielfilme."

2015

WADA' (PREDICTION)

von Khaled Mzher
Kamera: Alexander Hasskerl
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Deutschland

 

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Die Festival-Jury:
"Kameraarbeit ist noch kraftvoller, wenn sie nicht nach Perfektion strebt oder nur zur Illustration des Drehbuchs dient. Bilder können uns an Orte führen, die Worte nicht erreichen. In WADA‘ fehlen dem Protagonisten die Worte, um seine Gefühle auszudrücken. Also nähert sich der Kameramann diesen Momenten mit feinfühligen Aufnahmen, die Emotionen nicht erzwingen, sondern ihnen Zeit geben, sich zu entwickeln. Er zeigt das heutige Berlin, aber aus einer bisher unbekannten Perspektive. Durch jedes Bild fühlt man, dass Berlin, wie die Hauptfigur, von der Schönheit und Gewalt Syriens verfolgt werden." 

2014

Falko Lachmund für
SUNNY

von Barbara Ott
Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg, Deutschland

 

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Die Festival-Jury:
"Ein junger Mann rennt, ein Baby unter den Arm geklemmt, bepackt mit Einkäufen, in eine Wohnung - und wir Zuschauer rennen mit ihm, wir schreien mit ihm ins Gesicht des eigenen Kindes, wir weinen und haben Angst. Kameramann Falko Lachmund wirft uns mit seinen Bildern direkt in das Leben und die Gefühlswelt dieses jungen Mannes am Rande der Gesellschaft. Was uns die Kamera dabei zeigt, ist aber nicht stereotyp grau-graues Prekariat, sondern ein farbkräftiger und kontrastreicher ehrlicher Blick voller Mitgefühl - die Innenwelt eines Menschen wird durch das Objektiv direkt für uns alle sichtbar nach außen gespiegelt. Das ist schlicht und ergreifend: ganz großes Kino."

2013

Jan-Marcello Kahl für
DON'T HIT THE GROUND (NICHT DEN BODEN BERÜHREN)

von Mia Spengler
Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg, Deutschland

 

 

Die Festival-Jury:
"Kameramann Jan-Marcello Kahl gelingt es, in seinem ersten Langfilm ein stimmiges Bild der erzählten Geschichte zu erstellen. Mittels Pastelltönen und heller Bilder versetzt er uns in die Zeit der 90er Jahre, rund um die Geschehnisse in einer Jugendclique. Seine Kamera folgt der Protagonistin in ihren Blicken und Erlebnissen und bettet sie in einen weiten und offenen Raum. Kahl schafft eine visuelle Atmosphäre, in der in jedem Moment die Zuversicht und der Horizont einer besseren Zeit spürbar werden."

2012

Friede Clausz für
TEARDROP

von Damian John Harper
Hochschule für Fernsehen und Film München, München, Deutschland
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" (HFF/P), Potsdam-Babelsberg, Deutschland

 

 

Die Festival-Jury:
"TEARDROP ist ein gelungenes Beispiel für den sinnvollen Einsatz einer subjektiven Kamera im Film. Die eindringlichen Bilder von Friede Clausz zwingen uns Zuschauer in die Position und die Perspektive eines Gangmitgliedes: Sie ziehen uns mitten hinein ins brutale Geschehen und sorgen dafür, dass wir den gigantischen Druck, der auf der Hauptfigur lastet, auf gnadenlose Weise körperlich spüren. Dabei ist das Kamera-Konzept des Films nicht nur clever geplant, sondern auch virtuos umgesetzt. Hut ab!"

Interview mit Friede Clausz

2011

Jakob Stark für
GUAÑAPE SUR

von János Richter
ZeLIG Schule für Dokumentarfilm, Fernsehen und Neue Medien, Bozen, Italien

Die Jury:
"Die herausragende Qualität der Kameraarbeit von Jakob Stark für GUANAPE SUR liegt nicht nur in der Schönheit der Bilder. Die kontemplative Photographie und der graphische Aufbau der Bilder zeigen und unterstreichen das komplexe Verhältnis zwischen Menschen und Natur, das der Film beobachtet." The jury: "The outstanding quality of Jakob Stark's camerawork on GUANAPE SUR lies not only in the beauty of the images. The contemplative cinematography and the graphic structure of the images show and underline the complex relation between men and nature portrayed by the film."

2010

Till Girke für
GÖMBÖC

Von Ulrike Vahl
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" (HFF/P), Potsdam-Babelsberg, Deutschland

Die Jury:
"Entfernungen und leere Räume, ausgebleichte Farben und Gestalten, die versuchen, untereinander und mit ihrer Umgebung Verbindungen herzustellen. Für seine kunstvollen Einstellungen erhält GÖMBÖC den Preis für die beste Kamera in einem deutschen Film. GÖMBÖC hat nicht nur einen Look, sondern eine Weltsicht." The jury: "Distances and empty spaces, bleached colors and human figures trying to make connections with each other and their surroundings: the Award for Cinematography in a German Film goes to GÖMBÖC for its artful framing. This film has not only a look; it has a world view."

2009

Sayak Bhattacharya für
GERM

von Snehal R. Nair
Satyajit Ray Film & Television Institute, Kalkutta, Indien

Die Jury:
"GERM ist mehr als nur Bilder. Es sind Bilder von Bildern. GERM erinnert an die große Zeit des neorealistischen Schwarz-Weiß-Films."

2008

Gabriel Sandru für
ONE DAY AND NOTHING (UN DIA Y NADA)

von Lorenz Merz
Zürcher Hochschule der Künste, Fachrichtung Film, Schweiz

Die Jury:
"Eine Filmkamera ist nicht nur dazu da, eine Geschichte abzufilmen. Sie soll auch die Bilder mit Poesie erfüllen. Es geht nicht um den Stil für den man sich entscheidet oder über welche technischen Möglichkeiten man verfügt, sondern um die Stimmung, die man mit der Wahl des Bildausschnitts erzeugen kann. Bei der Kameraarbeit bei ONE DAY AND NOTHING geht es eher um Fühlen als um Sehen."

2007

Nikita Rozhdestvensky für
TANGO CAMISA

von Saida Kurpesheva
Gosudarstvenji Universitet Kino i Televidenija, Sankt Petersburg, Russland

 

 

Die Jury:
"Die gewissenhafte und genaue Kameraarbeit zeigt feinfühlig realistische und wahrhafte Augenblicke der Fantasie. Bewegung und Rhythmus werden in einer sehr sensiblen Weise erzeugt, wobei die traditionellen Regeln des Tango durchbrochen und so originell wie inspirierend neu erschaffen werden. Deswegen zeichnen wir TANGO "CAMISA" mit dem Student Camera Award für die beste Kameraarbeit aus."

2006

Radek Ładczuk für
MELODRAMAT

von Filip Marczewski
Panstwowa Wyzsza Szkola Filmowa, Telewizyjna i Teatraina Lodz, Polen

Die Jury:
"Der polnische Film Melodrama überzeugt auf vielen Ebenen, insbesondere in seiner visuellen Umsetzung einer starken Geschichte. Sowohl Kameraarbeit als auch Lichtsetzung haben zeitlose Qualität und verleihen diesem frischen Kurzfilm Merkmale eines Klassikers."

2005

Magnus Nordenhof Jønck für
AFREJSEN

von Louise Friedberg
Den Danske Filmskole, Kopenhagen, Dänemark

2004

Piotr Niemyjski für
FAJNIE, ZU JESTES

von Jan Komasa
Panstwowa wyzsza szkola filmowa, telewizyjna i teatralna, Lodz, Polen

2003

Martijn van Broekhuizen für
UNTERTAGE

von Jiska Rickels
Nederlandse Film en Televisie Academie, Amsterdam, Niederlande

2002

Kolja Raschke für
AM SEE

von Ulrike von Ribbeck
Deutsche Film und Fernsehakademie Berlin, Deutschland

2001

Sibylle Grunze für
ICH WERDE DICH AUF HÄNDEN TRAGEN

von Iain Dilthey
Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg, Deutschland

2000

Alexander du Prel für
IST GUT JETZT

von Frank Nesemann
Hamburger Film Werkstatt, Hamburg, Deutschland

Interview mit Alexander du Prel

1999

Busso von Müller für
BEVOR DER TAG ANBRICHT

von Züli Aladag
KHM Kunsthochschule für Medien Köln, Deutschland

und

Erik Krambeck für
14-1 ENDLOS

von Carsten Fiebeler
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf", Potsdam, Deutschland

1998

Jutta Pohlmann für
HALBERSTADT

von Achim von Borries
dffb Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Deutschland

1997

Mihail Sarbusca für
MARIA

von Einar Heimisson, Calin Peter Netzer
ATF Academia de Teatru si Film, Bukarest, Rumänien

 

Stifter:  Firma Panther

Preis: Komplette Panther Dolly Ausstattung im Wert von € 5.000 für 4 Wochen für eine/n Student/in einer europäischen Hochschule

2016

[OUT OF FRA]ME

von Sophie Linnenbaum
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Deutschland


Regisseurin Sophie Linnenbaum mit Panther Preisstifter Andreas Fitz

Die Panther-Preis-Jury (Lydia Bittl, Andy Fitz, Christopher Schuller):
"Das zu sehen was nicht im Bild ist überzeugt die Jury in dieser interessanten Geschichte. Die hervorragende Regie und die gute Inszenierung der Schauspieler sind auffallend. Die gute Kameraarbeit rundet das Gesamtbild ab."

2015

HERMAN THE GERMAN

von Michael Binz
Kunsthochschule für Medien Köln, Deutschland

 

herman the german
Produzentin Maike Drinhausen

Die Panther-Preis-Jury (Lydia Bittl, Andy Fitz, Christopher Schuller):
"Der Film amüsierte die Jury durch eine witzige Erzählweise. Immer wieder eingebaute Gags animieren den Zuschauer bis zum Ende weiter zu schauen, um zu sehen, was mit Herman los ist. Auffallend ist die ausgezeichnete Regie sowie eine gute Lichtgestaltung, was den Film sehr professionell wirken lässt. Die hervorragende Kameraarbeit und die Inszenierung unterstreichen das Gesamtbild und überzeugten so die Jury." 

2014

THE DANDELION (LE PISSENLIT)

von Sophie-Clémentine Dubois
Institut National Supérieur des Arts du Spectacle et Techniques de Diffusion Brussels, Belgien

 

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Die Panther-Preis-Jury:
"Der Film von Sophie-Clémentine Dubois erzählt die Geschichte eines Wirtes, dessen Restaurant kurz vor der Pleite steht. Seine Mitarbeiter geben jedoch nicht auf und versuchen mit kuriosen Ideen an das nötige Geld zu kommen um die Pleite abzuwenden. Als plötzlich der Banker im Hause steht, nimmt die Geschichte eine skurrile Wendung. Der Film amüsierte die Jury durch schwarzen Humor und die witzige Erzählweise. Auffallend sind die ausgezeichnete Regie sowie eine gute Lichtgestaltung. Die hervorragende Kameraarbeit und die Inszenierung unterstreichen das Gesamtbild und überzeugten so die Jury."

2013

THE FUNERAL OF HARALD KRAMER (DAS BEGRÄBNIS DES HARALD KRAMER)

von Marc Schlegel
Produzent: Philipp Grandits
Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien, Österreich

 

 

Die Panther-Preis-Jury:
"Der Film von Marc Schlegel erzählt die Geschichte eines Mannes, der sein eigenes Begräbnis miterleben muss. Harald Kramer wurde fälschlicherweise für tot erklärt. Die schwarze Komödie erzählt von einem liebenden Familienvater und Ehemann, der das schlimmste Vorstellbare erleben muss und dabei die sonderbarsten Familiengeheimnisse erfährt. Der Film fesselte die Jury durch die interessante Erzählweise und durch seinen Witz. Auffallend ist die ausgezeichnete Regie sowie eine gute Lichtgestaltung. Die hervorragende Kameraarbeit von Anselm Hartmann und die Inszenierung unterstreichen das Gesamtbild und überzeugten so die Jury. "

2012

COWBOYS AND INDIANS (COWBOY UND INDIANER)

von Jan-Gerrit Seyler
Produzentin: Annika Steffens
Hamburg Media School, Hamburg, Deutschland

 

 

Die Jury:
"Der Film von Jan-Gerrit Seyler verdeutlicht die emotionalen Schmerzen einer Mutter, die ihren Sohn bei einem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr verloren hat. Durch den Kondolenzbesuch seines Kameraden und Sandkastenfreundes David werden Erinnerungen an die Kindheit der Jungen ausgelöst, die eine dramatische Trauerarbeit in Gang setzen. Der Film fesselte die Jury durch die bildlich gestaltete Übertragung der Schmerzen der Mutter. Auffallend sind die ausgezeichnete Regie sowie eine gute Lichtgestaltung. Die hervorragende Kameraarbeit von Thomas Förster und die Inszenierung unterstreichen das Gesamtbild und überzeugten so die Jury."

2011

VIKI FICKI

von Natalie Spinell
Produzentin: Christina Christ
Hochschule für Fernsehen und Film München, München, Deutschland

 

 

Die Jury:
"Der Film von Natalie Spinell verdeutlicht die Schwierigkeiten eines jungen Mädchens in der Schule, die aufgrund der extrovertierten Erscheinung ihrer Mutter nur diese als Freundin hat. VIKI FICKI ist eine Berg- und Talfahrt über den Umgang zweier bester Freundinnen. Der Film überzeugte die Jury durch eine interessante Story und schlüssige Handlung. Auffallend sind die hervorragende Regie sowie die gute Lichtgestaltung. Die ausgezeichnete Qualität der Kamera-Arbeit von Jenny Bräuer und die Inszenierung unterstreichen das Gesamtbild."

2010

DANIEL'S ASHES (DANIELS ASCHE)

von Boris Kunz
Produzentin: Magdalena Rathmann / Kaissar Film in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk
Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF/M), Deutschland

 

 

Die Jury:
"Der Film von Boris Kunz verdeutlicht die unterschiedlichen Ansichten zweier Familien zum Thema Begräbnis. Die tiefgründige Geschichte wird mit viel bayerischem Humor erzählt und erinnert an die hohe Qualität manch erfolgreicher, deutscher Filme der jungen Vergangenheit. Die Jury war beeindruckt von der Inszenierung wie auch von der hervorragenden Arbeit des Kameramanns Martin Niklas."

2009

SOFT SKILLS

von Max Fey
Produzenten: Arbia-Magdalena Said und Henning Kruse
Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF/M), Deutschland

 

 

Die Jury:
"Wie soll sich Paul verhalten, wegsehen und sich voll und ganz seiner beruflichen Laufbahn widmen oder soll er sich für jemanden anderen einsetzen und seine wahre Stärke, seine Soft Skills zeigen ... Der Film überzeugt durch die authentische schauspielerische Leistung von Laurens Walter und Jennifer Fey. Die bewusst unruhigen Kamerafahrten von Thorsten Harms geben dem Zuseher das Gefühl, mitten am Geschehen beteiligt zu sein. Ungeschönt vermittelt DoP Harms dem Zuseher die Realität des Tabuthemas Gewalt. Mit seinem kritischen Plot greift Regisseur Max Fey das Thema Zivilcourage auf. Sich für andere einsetzen, sich engagieren, jemandem helfen, den man gar nicht oder oft auch sehr gut kennt, den Mund aufmachen, wenn alle anderen schweigen - das kann sehr viel Mut verlangen. Und manchmal ist es auch gefährlich sich einzumischen oder es bringt einem Ärger ein. Aber es macht auch stark. Stark und selbstbewusst."

2008

AUF DER STRECKE

von Reto Caffi
Kunsthochschule für Medien, Köln, Deutschland

Die Jury:
"Dieser Film überzeugte neben seiner ausgezeichneten Machart auch mit einem spannenden Drehbuch. Die Mischung der Bilder von der Videoüberwachungskamera im Kaufhaus, Aufnahmen aus der U-Bahn, das Dach des Kaufhauses mit Bergpanorama vermitteln ein durchdachtes Konzept des Filmes. Nicht zuletzt gibt die Sprache dem Film einen gewissen Charme. Desweiteren überzeugen Roeland Wiesnekker sowie Catherine Janke mit ihren schauspielerischen Leistungen.

und

DER VERDACHT

von Felix Hassenfratz
Produzent: Mathias Casanova
Internationale Filmschule, Köln

 

 

Die Jury:
"Dieser Film überzeugte uns vor allem durch seine fesselnde Story. Die biedere Kleinstadtsituation ist von Anfang bis Ende perfekt durchgezogen, die schauspielerischen Leistungen von Anne Weinknecht und Heinrich Schmiederer lassen die Spannung des Zusehers bis zum Ende hin ansteigen. Auch hier trägt der schwäbische Dialekt seinen Teil zum positiven Gesamtbild des Werkes bei. "

 

2007

MILAN

von Michaela Kezele
Produzenten: Kathrin Geyh und Daniela Ljubinkovic
Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF/M), Deutschland

 

 

Die Jury:
"Vor dem Hintergrund des Jugoslawienkrieges erzählt Michaela Kezele die Geschichte zweier Brüder. Während der Ältere bei einem Bombenangriff im Krankenhaus stirbt, findet der Jüngere beim Versteckspiel einen verletzten amerikanischen Soldaten und rettet ihm das Leben. Die Regisseurin zeigt in ruhigen, realistisch inszenierten Bildern die ganze Absurdität und die Auswirkungen der Kriegssituation auf die unbeteiligte Bevölkerung und stellt damit fundamentale Fragen nach dem Sinn des Krieges. Die Stimmung des Films und die inhaltlich außergewöhnliche Auseinandersetzung mit dem Konfliktthema Krieg hat die Jury innerhalb weniger Minuten ergriffen und überzeugt."

2006

FAIR TRADE

von Michael Dreher
Produzenten: Michael Dreher, Karim Debbagh, Boris Jendreyko und Thomas Klimmer
Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF/M), Deutschland

 

 

2005

PROJECTIONS

von Boris Schaarschmidt
Produzenten: Boris Schaarschmidt und Michaela Ullmann
FHD Dortmund, Deutschland

2004

NEVER EVEN (NIE SOLO SEIN)

von Jan Schomburg
Produzenten: Benedikt Ritter
KHM Köln, Deutschland

 

2003

FRAGILE

von Sikander Goldau
Produzenten: Hamid Baroua, Sikander Goldau und Michael Polle
Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF/M), Deutschland

 

2002

ALLES ANDERS

von Ina Weisse
Produzentin: Susanne Spellitz
Hamburger Filmwerkstatt, Deutschland

 

seit 2005 - Alle zwei Jahre im Wechsel mit dem FEMALE FILMMAKERS AWARD. Der nächste PRIX INTERCULTUREL wird 2017 verliehen.

Stifter:Interfilm Akademie München

Preis: € 5.000

2015

DO YOU EVEN KNOW...

von Arthur Lecouturier
Institut des Arts de Diffusion, Belgien
Trailer

do you even know

Die Interfilm-Jury (Pfarrer Eckart Bruchner, Galina Antoschewskaja, Ileana Cosmovici, Dr. Peter Marinkovic):
"Nach dem plötzlichen Tod ihres Freunds schottet sich Alexandra komplett ab und versucht alles loszuwerden, was sie an ihn erinnern könnte – auch ihr ungeborenes Kind. Vor dem Abtreibungstermin bleiben noch sechs Tage, um die Entscheidung zu überdenken. Arthur Lecouturier thematisiert ein anthropologisches Grundproblem und eröffnet einen ethischen Diskurs, der in allen Kulturen relevant ist. Als Regisseur und Coautor gibt er Impulse ohne moralisch zu werten und einer Entscheidung vorzugreifen. Die Handlung überrascht immer wieder und ist für den Zuschauer nicht abschätzbar. Das Ende ist offen und fordert den Zuschauer heraus, selbst weiterzudenken und zumindest virtuell eine eigene Entscheidung zu treffen. Es gelingt ihm, in subtilen Bildern die Einsamkeit und Sprachlosigkeit, aber auch die allmähliche Entwicklung der Protagonistin einfühlsam und glaubwürdig darzustellen. Generationsübergreifend unterstützen sich zwei Frauen zunehmend aufgrund ihrer jeweiligen Verlusterfahrung, sodass sich die junge Frau dem Leben wieder zuwendet und entscheidungsfähig wird. Zutreffendes Casting sowie behutsames Spiel mit Licht und reduzierten Farben zeichnen den Film aus. Die jeweilige seelische Lage der Protagonistin spiegelt sich in unterschiedlichen Raumatmosphären wider. Dramaturgisch wird die Beziehung zwischen den beiden Frauen symbolhaft, unprätentiös, intim, aber nicht voyeuristisch entwickelt."

2014

DESERTED (NIVUT GOLEM)

von Yoav Hornung
Tel Aviv University, Israel

 

deserted

 

Die Interfilm-Jury:
"In einer Parabel erzählt der Regisseur die Begegnung zwischen einem Beduinen und einer jungen israelischen Soldatin, die ihr Gewehr in der Wüste verloren hat. Eindrucksvoll schildert der Film wie Angst, Vorurteile und rücksichtsloser Ehrgeiz den Dialog zwischen Kulturen nicht nur verhindert, sondern zu Lüge, Hass und Einsamkeit führt. 'Deserted' fordert auf, seine eigenen Ziele und seinen eigenen Weg dorthin zu hinterfragen."

 

Special Mention:

SOLIDARITY

von Dustin Brown
Santa Monica College, Santa Monica, USA

 

solidarity

 

Die Interfilm-Jury:
"Der Film sensibilisiert dafür, wie einsam illegale Einwanderer sind und wie sie in ihrer Situation umso mehr ausgebeutet werden."

 

2013

THE FUNERAL OF HARALD KRAMER (DAS BEGRÄBNIS DES HARALD KRAMER)

von Marc Schlegel
Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien, Österreich

 

 

Die Interfilm-Jury:
"Ein Philosoph aus alter Zeit sagt: 'Der Tod lächelt allen Menschen zu. Das einzige, was ein Mensch dagegen tun kann, ist zurückzulächeln.' Das ist genau die Intention von Marc Schlegels Film DAS BEGRÄBNIS DES HARALD KRAMER. Der Film schafft es, Ironie, Sarkasmus, kulturelle Anthropologie und eine sich überkreuzende kulturelle Kommunikation zu einem eigentümlich flüchtigen Mix zu vermischen. Und nicht nur das. In einer künstlerisch makellosen Weise verwischt der Film die Grenzlinien zwischen Leben und Tod, indem er den Tod zu einer universell zutreffenden Option für die Menschheit macht. Im Blick auf den Tod fokussiert das Werk Marc Schlegels, was menschlich ist. Ob wir die Weltsicht eines dekadenten christlichen Westens, die Sicht des Schamanismus, die "einfache" Sicht des Leichenbestatters oder eine andere Weltsicht übernehmen - wir alle sind mit dem Tod konfrontiert und das macht uns alle gleich. Die Frage ist: Wie antworten wir dem Tod? Marc Schlegel lädt uns ein, dem Tod zurückzulächeln. Sollen wir es tun?"

2012

PARVANEH
von Talkhon Hamzavi
Zürcher Hochschule der Künste, Zürich, Schweiz

 

 

Die Jury:
"Die junge afghanische Asylbewerberin Parvaneh und ein Mädchen aus behütetem Schweizer Hause begegnen sich angesichts einer Notlage in Zürich. Trotz ihrer Vorurteile gehen sie aufeinander zu und schließen unerwartet Freundschaft. Durch ihre subtile Darstellung der Parvaneh erzeugt besonders die Hauptdarstellerin eine große Empathie für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen."

2011

BARRIERS (HASIMOT)

von Golan Rise
Ma'aleh School of Television, Film and the Arts (MSTFA), Jerusalem, Israel

 

 

Die Jury:
"Der Film HASIMOT (BARRIERS) skizziert anhand eines Ereignisses an einem Checkpoint dramaturgisch und exemplarisch geschickt, wie kompliziert und extrem der menschliche und politische Konflikt zwischen Israel und Palästina ist. Das sehr gute Drehbuch fordert die Welt heraus, über den jahrzehntelangen Konflikt intensiver nachzudenken und endlich eine gerechte Lösung zu erzielen."

2010

DANIEL'S ASHES (DANIELS ASCHE)

von Boris Kunz
Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF/M), Deutschland

 

 

Die Jury:
"Boris Kunz gelingt eine ritualkritische Studie über verschiedene Formen des Abschiedsnehmens betroffener Familien von einem 25-Jährigen. Der Film fokussiert auf ästhetische und ethische archaische Konflikte zwischen Generationen und Weltanschauungen, zwischen Liebe, Tod und Aufrichtigkeit."

2009

DIPLOMA

von Yaelle Kayam
The Sam Spiegel Film & Television School, Jerusalem, Israel

 

 

Die Jury:
"Der Prix Interculturel 2009 geht an den Film DIPLOMA von Yaelle Kayam, Israel 2009. Während einer nächtlichen Feier der jüdischen Siedler in Hebron und einer damit einhergehenden Ausgangssperre wird die palästinensische Studentin Ayat von ihrem jüngeren Bruder begleitet, um ihr Diplom von der palästinensischen Universität abzuholen. Um israelischen Militärpatrouillen auszuweichen, schleichen die beiden durch schmale Gassen und klettern über Dächer. Dennoch werden sie entdeckt und es gelingt ihnen trotz aller Überredungskünste nicht, die Kontrollen umzustimmen. Einfühlsam widmet sich die jüdische Regisseurin dem Schicksal einer jungen Palästinenserin, der sogar das Allerselbstverständlichste, nämlich an ihrer Diplomfeier teilzunehmen, vorenthalten wird. Yaelle Kayam überzeugt durch ihr gelungenes Drehbuch und die professionelle Schauspielerführung. Die Regisseurin zeigt in DIPLOMA die Wunden ihrer Heimat auf, die sich exemplarisch gerade im zwischen Juden und Palästinensern umstrittenen Hebron bündeln. Wir wünschen israelischen und palästinensichen Filmschaffenden einen weiterführenden interkulturellen Dialog."

2008

WOLFY

von Matevz Luzar
University of Lubljana, Academy of Theatre, Radio, Film and Television, Lubljana, Slowenien

 

 

Die Jury:
"Der Preis der Interfilm-Akademie München geht an den slowenischen Film WOLFY von Matevz Luzar von der Filmhochschule Ljubljana. Der verwitwete Rentner Zdravko führt ein einsames Leben in einer slowenischen Stadt. Um Kontakt mit seinen Mitmenschen herzustellen, leiht er den Hund seiner Nachbarin und versucht so Menschen kennen zu lernen, mit denen er sprechen kann. Doch - und das ist der originelle Einfall dieses Films - trifft er nur amerikanische Mormonen-Missionare, die ihn zu bekehren versuchen. Trotz aller kulturellen und ideologischen Unterschiede freunden siich die Missionare und Zdravko an. Die Interfilm-Akademie hat sich für WOLFY wegen seines Einfallsreichtums bei Drehbuch und Regie entschieden. Der Film plädiert unaufdringlich, aber sehr nachhaltig, für Offenheit und Toleranz gegenüber allen, die anders sind."

2007

PADAM...

von Jose Manuel Carrasco
Escuela de Cinematografia y del Audiovisual de la Comunidad de Madrid (ESCAC), Spanien

 

 

Die Jury:
"Über eine Partnervermittlung treffen sich Pilar und Stipe in Madrid, doch während die einsame Spanierin eine Beziehung sucht, will der deutlich jüngere Kroate nur die spanische Staatsbürgerschaft durch eine Heirat erlangen. In der kurzen Begegnung geht es Schlag auf Schlag: Durch exzellente dramaturgische Gestaltung, insbesondere überraschende Interaktionen und witzige Dialoge, erleben wir einen schnellen Wechsel zwischen verletztem Stolz und spielerischer Annäherung, Vorurteilen, Demütigung, Frustration und Hoffnung. Der Regisseur zeigt in seinem einfachen, wunderschön konzentrierten Film wie die beiden Protagonisten trotz ihrer charakterlichen und kulturellen Unterschiede sich immer wieder einander annähern und zu einer besonderen Verbindung finden."

 

2006

LION

von Adam Pilkington
Loyola Marymount University Los Angeles, USA

Die Jury:
"LION ist das Portrait eines fünfzehnjährigen Jungen aus Sambia und zugleich eine Dokumentation über die Misere einer ganzen Generation. LION, der Film, fördert nicht nur den interkulturellen Dialog, sondern der Film selbst stellt einen interkulturellen Dialog dar. In diesem Dialog werden Wege zu Lösungen von Problemen aufgezeigt, wie bescheiden die Lösungsvorschläge auch sein mögen. Lösungen für Probleme, die fast unüberwindbar scheinen: Wie gibt man Kindern - einem Kind nach dem anderen - ihre verlorene Kindheit zurück? Indem man zunächst die Grundbedürfnisse stillt, wie ein Dach über dem Kopf und Schulausbildung. Dann gibt man der Würde und Selbstachtung wie auch der kulturellen Identität der Kinder eine Chance, sich zu entfalten.
Die zuweilen wackelige Handkamera in LION spiegelt das Chaos in dieser Gesellschaftsordnung, besser: Gesellschaftsunordnung. Der Chorgesang erinnert den Zuschauer an die Harmonie, die traditionell unter diesen Menschen herrschte. Beide künstlerischen Mittel sind hier sehr sinnvoll eingesetzt.
"

 

2005

BILINGUAL

von Chamoun Issa
National Film and Television School, Beaconsfield (NFTS), Großbritannien

 

 

 

seit 2008

Stifter: Nagelschneider Stiftung

1. Platz: € 5.000

2. Platz: € 3.000

3. Platz: € 1.000

2016


Gisela Scola, Vorstand Nagelschneider Stiftung, Brigitte Bruns, Jurymitglied, Steffen Rodewoldt, Produzent vom Gewinnerfilm ETERNAL SUMMER, Elvira Blumfelde, Regisseurin des dritt platzierten YO MAMA, Benjamin Pfohl, Regisseur des Gewinnerfilms ETERNAL SUMMER, Blagovest Danov, Regisseur des zweit platzierten THE END und Beatrice Scola, Vorstand Nagelschneider Stiftung

1. Platz: ETERNAL SUMMER
von Benjamin Pfohl
HFF München, Deutschland

Die Climate-Clips-Jury:
"Unerträgliche Hitze verwandelt unsere Erde in einen Ort, in dem nur noch technische Hilfsmittel das Überleben ermöglichen. Diese Zukunftsvision verlangt nach schnellem Handeln: „stop global warming“. Die Jury gratuliert dem Gewinner des 1. Preises zu der Visualisierung eines komplexen Themas, das er in einer expressiven Bilderfolge in nur eineinhalb Minuten anschaulich macht und die im krassen Gegensatz zu den gängigen Sommerklischees unter diesem Motto stehen."

2. Platz: THE END
von Blagovest Danov
National Academy for Theatre and Film Arts, Sofia, Bulgarien

Die Climate-Clips-Jury:
"Unser Planet erstickt unter der wachsenden Masse Müll, die nicht mehr zu entsorgen ist. Es bleibt nur ein Weg, sich des Plastik- und Technikschrotts wie allen Unrats, warum nicht auch der Erdbewohner zu entledigen? Ein ferner Planet im Weltraum scheint die Lösung. Zurück bleibt eine Erde im Urzustand, erblühend in paradiesischem Grün. Gratulation zum 2. Preis für die gelungene Animation mit einem Schuss Humor angesichts eines der großen Probleme unserer modernen Zivilisation."

3. Platz: YO MAMA
von Elvira Blumfelde
University of Applied Sciences, Tampere School of Art and Media, Finnland

Die Climate-Clips-Jury:
"Öffentliche Toiletten sind kommunikative Orte: in unterkühltem Ambiente chatted ein junger Mann in einer nonstop Rede mit einem weiteren Besucher über Alles und Jeden, über Lady Gaga und zuletzt seine Mutter im Stil von „Yo Mama Jokes“, das „Klima“ als Schlagwort zur Pointe. Die Zitierung eines populären Internet –Formats und dessen Nutzung zur Karikatur öffentlicher Gleichgültigkeit gegenüber einem brennenden Problem scheint der Jury originell in Szene gesetzt. Wir gratulieren zum 3. Preis!"

2015

climate clips
Christian Ricken und Moritz Rautenberg (1. Preis für SWEATY SANTA), Jurorin Gisela Scola, Benjamin Leichtenstern (3. Preis für ANGIE BABY), Miguel Villares (2. Preis für MASTERPIECE) und Jurorin Brigitte Bruns

Gewinner: SWEATY SANTA
von Moritz Rautenberg & Christian Ricken
HFF München

Die Climate-Clips-Jury (Beatrice Scola, Gisela Scola, Brigitte Bruns):
"Ein Märchenbeginn: der Santa Claus überquert im Schlitten das Rund des Sternenhimmels. Aufgeregt erwarten Kinder in Amerika die Bescherung. Aber es steht ihnen eine ungewohnte Überraschung bevor. Der Clip spielt humorvoll und ironisch mit dem vertrauten Santa-Szenario in Anspielung auf den „global change“. Er fragt nach der Zukunft überkommener Gebräuche angesichts der bedrohlichen Erderwärmung. Die Jury überzeugen Einfall und pointierte Zuspitzung eines christlichen Brauches und dessen gewitzte Übersetzung für junge Zuschauer in weniger als einer Minute und gratuliert sehr herzlich." 

2. Platz: MASTERPIECE
von Miguel Villares
Miami AD School Madrid

"Mit knappen Filmszenen von Kriegsverbrechen und Katastrophen warnt MASTERPIECE vor dem Untergang des Globus durch humanitäres Versagen, staatliches, wirtschaftliches und individuelles Selbstverschulden. Medial verbreitete Bilder lenken die Aufmerksamkeit auf Sensationen anstatt den Kampf gegen deren Ursachen in den Fokus zu rücken, die den Tod von Billionen von Menschen herbeiführen könnten. Die Jury bewundert wie hier in knappster Form die Bilder der täglichen Nachrichtenflut mit dem von Menschen verschuldeten Klimawandel verknüpft und dessen Auswirkungen im Text beschworen werden. Herzliche Gratulation!"

3. Platz: ANGIE BABY
von Benjamin Leichtenstern
HFF München

"Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Barak Obama genießen auf einer Holzbank die malerische Alpenkulisse. Beiläufig streifen sie den nächsten Klimagipfel. Die kurze satirische Szene nimmt Bezug auf den G7 Gipfel auf Schloss Elmau 2015 und spielt auf die Kluft zwischen drängenden Problemen des Klimawandels und dem von den Staaten auf aufwendigen Gipfeln praktizierten „auf die Bank schieben“ an, deren ungeheurer personeller und finanzieller Aufwand global kaum Ergebnisse zeitigt. Die Jury begrüßt das Mittel der filmischen Satire wie Karikatur, die geeignet sind, den Widerspruch von Anlass und Inszenierung zu unterstreichen. Wir gratulieren!" 

2014

SCALE (TARAZOO)

von Amin Rahbar
Azad University of Central Tehran, Iran

 

scale

 

Die Climate-Clips-Jury:
"In 'Scale' deutet Amin Rahbar in einem zauberhaften Zeichentrickfilm die Veränderung unseres Globus durch die Industrialisierung an. Die Entwicklung vom Landleben von Mensch und Tier hin zur heutigen Megapolis mit ihren Hochbauten wird in seinen Bildern auf raffiniert einfache Weise lebendig und im Scherenschnittverfahren originell vorgeführt. In nur eineinhalb Minute zeigt der Clip wie dramatisch sich unsere Umwelt verändert mit bekannten Verlusten für Natur wie Folgen für den Klimawandel. Die Jury gratuliert zur künstlerisch und technisch gelungenen Umsetzung in ein altes Verfahren: den Zeichentrickfilm."

2013

BREATHTAKING (ATEMBERAUBEND)

von Andreas Bruns
Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg, Deutschland

 

 

Die Climate-Clips-Jury:
"ATEMBERAUBEND von Andreas Bruns nimmt uns im wahrsten Sinn des Wortes zuletzt den Atem - indem er ein weltweit beliebtes Kinderspiel in einen anderen Kontext setzt. In nur einer Minute zeigt der Clip die dramatischen Konsequenzen des Klimawandels. Auch für die Zukunft unserer Kinder. Die Jury ist beeindruckt - von der Einfachheit der Konzeption ebenso wie von ihrer visuell brillanten Umsetzung."

2012

HOT & BOTHERED

von Giannina LaSalvia
London Film School, Großbritannien

 

 

Die Climate-Clips-Jury:
"HOT & BOTHERED bezieht seine Komik und seinen Charme aus den verzweifelten Versuchen seiner Protagonisten, sich mit der Klimaerwärmung zu arrangieren. Dies wirft die Frage nach der Dringlichkeit nachhaltiger Maßnahmen nur umso mehr auf. Die Jury ließ sich von dem Witz der gekonnten filmischen Umsetzung der Gags und deren Unterhaltungswert gerne überzeugen."

2011

KURT'S FINE (AM KURT GEHT'S GUAD)

von Uta Bodenstein
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

 

 

Die Climate-Clips-Jury:
"AM KURT GEHT'S GUAD! schildert mit Humor und Satire, wie erneuerbare Energien durchaus profitabel sein können. Der Film beleuchtet ein komplexes Thema spielerisch und auf sehr vielfältige Weise. Und noch wichtiger: er zeigt Wege auf, wie innovative Lösungen unser Lebensqualität verbessern - für die Jury ein überzeugendes und unterhaltsames Werk auf professionellem Niveau."

2010

TECHNOLOGIES (TECHNOLOGIEN)

von Frederike Wagner und Tina Teucher
Internationale Sommeruniversität (ISU), Berlin/Santiago de Chile

 

 

Die Climate-Clips-Jury:
"Frederike Wagner und Tina Teucher verstehen es, in weniger als zwei Minuten den Siegeszug der neuen Technologien im Bereich der Erneuerbaren Energien gegen alle Widerstände zu verdeutlichen. Skeptische Voraussagen und Statements ihrer einstigen Gegner konfrontieren sie ironisch mit Erfolgsstatistiken dieser Technologien mit gekonnten Einblendungen und rasantem Schnitt. Das Thema wird kurz, prägnant und überzeugend abgehandelt. Wir gratulieren den Gewinnerinnen des zum dritten Mal verliehenen Klimafilme-Preises!"

2009

THE OTHERS (DIE ANDEREN)

von Laura Geiger und Holger Kettner
Beuth Hochschule für Technik, Berlin, Deutschland

 

 

Die Climate-Clips-Jury:
"Voller Ironie, satirischer Zuspitzung und mit schnell wechselnder Kameraeinstellung zeigt der Clip DIE ANDEREN von Laura Geiger und Holger Kettner unsere tägliche 'Energieverschwendung' in einer häuslichen Szene und nimmt uns damit alle in die Verantwortung. Ein komplexes Thema wird für die Jury inhaltlich und technisch bewundernswert und souverän in knapp einer Minute abgehandelt. Wir gratulieren den Gewinnern des zum zweiten Mal verliehenen Klimafilme-Preises!"

2008

EISBLUME

von Katharina Wyss
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin

 

 

seit 2012

Stifter: Brauerei Staatliches Hofbräuhaus in München

1. Platz: € 5.000

2. Platz: € 3.000

3. Platz: € 2.000

 

2016


Anja Bierwisch (in der Mitte) und Dr. Michael Möller (rechts außen) von Hofbräu mit den Finalisten (Gewinner Christoffer Borggren 2.v.r.)

1. Platz: HOFBRÄU – A DIFFERENT POINT OF VIEW
von Christoffer Borggren
Fachhochschule Salzburg, Österreich

2. Platz: A GENIESSER
von Bernhard Wenger & Rupert Höller
University of Music and Performing Arts Wien, Österreich

3. Platz: MY SUMMER LOVE
von Maximilian Sachsse
Athanor Akademie, Deutschland

2015

OUTER SPACE

von Moritz Rautenberg & Christian Ricken
HFF München

 

outer space
Christian Ricken und Moritz Rautenberg

Die Hofbräu-Jury:
"Wir wissen nicht, wie viele Menschen schon mal in einer Kneipe „close encounters of the third kind “ hatten. Ganz sicher passiert das aber gleich im diesjährigen Gewinnerfilm der Hofbräu-Trophy 2015, dem Kurzfilm „Outer Space“ von Moritz Rautenberg und Christian Ricken. „May the force be with us!“ Es erscheint uns „highly illogical, aber doch „fascinating“, dass sich die technisch absolut überlegenen Aliens zur Erforschung der Spezies Mensch eine hinterwäldlerische Kneipe als „undiscovered country“ aussuchen. Auch das Hochbeamen eines Mannes mit Bier am Tresen erscheint auf den ersten Blick rein zufällig. Wäre da nicht das Bier: We are the Hofbräu Beer – Resistance is futile!“ Und so wird auch der Kneipengast zur Verwunderung aller sofort wieder zurückgebeamt. Er schaut zwar etwas verwirrt aus, ist aber ansonsten körperlich völlig unversehrt. Nur eine Sache fehlt eben: Das Hofbräu-Bier in seinem Glas. Das wurde scheinbar assimiliert. Und auch die anderen Gläser werden sogleich eines nach dem anderen leer-gebeamt. Wir wissen nicht, wer die Aliens sind, woher sie kommen und was sie mit unserem Bier vorhaben. Deshalb „hailing frequencies are open“! „This is Hofbräu München speaking: Für unser Bier braucht Ihr eigentlich eine Lizenz! Doch „the needs of the many outweight the needs of the few“. Und schließlich haben die Aliens ja die beste Wahl getroffen. Als intergalaktische Markenbotschafter rufen wir ihnen deshalb zu: „Live long and prosper ! Prosit!“"

2014

THE EXPERIMENT (DAS EXPERIMENT)

von Andreas Irnstorfer
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

 

hbtrophy

 

Die Hofbräu-Jury:
"Vorsicht, jetzt wird es philosophisch! Schließlich findet "Das Experiment in einer Philosophievorlesung statt. Aber Bier und Philosophie? Wenn es nach Platon geht, dann ist das kein Gegenstand, denn der wahre Philosoph und Asket schätzt die Genüsse nicht. Anders sah das Immanuel Kant. Für den Königsberger Philosophen gehören Wein und Bier zu den stärkenden, das Gefühl erhebenden Genussmitteln. Und der in der Nähe von München geborene Ludwig Feuerbach bringt es der bayerischen Mentalität entsprechend auf den Punkt: "Der Mensch ist, was wer isst! Denn Leib und Seele, Fleisch und Geist sind untrennbar verbunden. Dem können wir uns gerne anschließen und auch einen noch weiteren Aspekt hervorheben: Denn schließlich trinkt man nicht selten in Gesellschaft. Und was gibt es Schöneres als ein Gespräch unter Freunden, die Einander ihre Gedanken und ihr Herz öffnen. "Das Experiment" arbeitet raffiniert und humorvoll an der philosophischen Frage nach den wichtigen und unwichtigen Dingen des Lebens. Und es zeigt zu unserer großen Freude, dass ein kleines Bier der Stoff sein kann, der manchmal Alles zusammenhält. In diesem Sinne: Prosit!"

2013

CLOSE TO HEAVEN (EINFACH HIMMLISCH)

von Adrian Campean / Mateusz Smolka
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

 

 

Die Hofbräu-Jury:
"Der raffiniert gemachte Kurzfilm inszeniert virtuos die bayerische Bierkultur und das Münchner Lebensgefühl. In der Stadt regnet es Bier. Denn in München ist Bier nicht nur das wichtigste Grundnahrungsmittel, sondern auch eine Himmelsgabe. Untermalt von Walzerklängen wird die kostbare Flüssigkeit von einem Engel höchst persönlich ausgeschenkt. Damit spielt der Film kunstvoll mit dem Motiv vom Land, in dem Milch und Honig fließen. Der Film erzählt mit Leichtigkeit die Geschichte der besonderen Beziehung zwischen irdischen und himmlischen Mächten, die in bayerischer Lebensfreude ihren Ausdruck findet. Willkommen im bayerischen Paradies!"

2012

SUNDAYS (IMMER SONNTAGS)

von Yatri Niehaus
Hochschule für Fernsehen und Film München, Deutschland

 

 

Die Hofbräu-Jury:
"Yatri Niehaus vereint in dem Spot IMMER SONNTAGS große Leichtigkeit mit atmosphärischer Kreativität, Modernität und einem Augenzwinkern. Die Dramaturgie steigert sich kontinuierlich und zeigt das Produkt als weiteren, unaufdringlichen Hauptdarsteller. IMMER SONNTAGS beginnt mit einem Wechsel von Zeitraffern und Slow-Motion-Sequenzen, die die Gegensätze von Industrie und unberührter Natur spiegeln - und bleibt spannend bis zum unerwarteten Ende."

Seit 2016 - alle zwei Jahre im Wechsel mit dem PRIX INTERCULTUREL

Stifter: Interfilm Akademie München

Preis: € 1.500

2016

PUSSY

von Renata Gasiorowska
Polish National Film, Television and Theatre School Lodz, Polen
Trailer


Die Jury des Female Filmmakers Awards mit PUSSY-Regisseurin Renata Gasiorowska: Arthur Lecouturier, Uisenma Borchu, Renata Gasiorowska, Dr. Peter Marinković, Stine Munch, Galina Antoschewskaja und Bettina Ehrhardt

Jurybegründung:
"Für uns ist PUSSY eine Inpritation, uns selbst zu entdecken, egal ob männlich, weiblich, beides oder wasauchimmer. Denn wenn man sich selbst versteht, bringt das ein großes Selbstvertrauen mit sich, Stärke und genug Kraft, friedlich jeden Kampf zu gewinnen. Wenn du eine bessere Zukunft willst, musst du bei dir selbst beginnen."

 

 

Seit 2016

Stifter: Freundeskreis FILMFEST MÜNCHEN

Preis: € 1.500

2016

[OUT OF FRA]ME

von Sophie Linnenbaum
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Deutschland


Doppelte Gewinnerin: Sophie Linnenbaum mit dem Publikumspreis und dem Panther-Preis